Stand: 09.10.2026, 08:00 Uhr
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Die SG Nentershausen/Weißenhasel trifft auf den SV Solz – einst 19 Jahre lang eine Spielgemeinschaft. Alle fünf Heimspiele hat Nentershausen in dieser Saison gewonnen.
Nentershausen – Vor drei Jahren machten sie noch gemeinsame Sache, am Sonntag begegnen sich die Fußballer der SG Nentershausen/Weißenhasel und des SV Eintracht Solz wieder als Gegner. Um 15 Uhr kommt es in Nentershausen zum dritten Duell seit der Trennung der Vereine. Im Februar 2024 hatte sich Solz nach 19 Jahren aus der Spielgemeinschaft verabschiedet und wieder einen eigenständigen Weg eingeschlagen. In der Kreisliga A Nord liegen die beiden Nachbarn auch tabellarisch dicht beieinander. Wir beantworten einige Fragen vor dem Derby.
Wie ist die Ausgangslage?
Die SG Nentershausen/Weißenhasel liegt mit 20 Punkten auf Platz fünf, der SV Solz steht mit vier Zählern mehr direkt davor. Beide Mannschaften spielen bislang eine gute Saison. „Die Stimmung ist gut, es gibt wenig zu meckern. Wir haben hier und da Verletzungspech, aber ich bin mehr als zufrieden“, sagt Nentershausens Spielertrainer Marcel Mangold. Seine Mannschaft stehe dort, „wo wir hingehören“. Das Erfolgsrezept sieht der 31-Jährige vor allem im Zusammenhalt. Der Kern des Teams spielt seit Jahren zusammen, größere Veränderungen gab es nicht. Langfristig fehlen derzeit nur Daniel Hess und Samiollah Aslamzada, die beide wegen Kreuzbandrissen ausfallen.
Was fehlt der SG Nentershausen/Weißenhasel noch zur Spitzenmannschaft?
Gegen die Top drei der Liga konnte Nentershausen/Weißenhasel bislang nur einen Punkt holen. Gegen den FSV Hohe Luft (0:4) und die SG Kuppenhrön (0:7) setzte es deutliche Niederlagen, gegen die SG Werratal gab es zuletzt ein 1:1. Mangold sieht vor allem individuelle Fehler als Problem: „Mich ärgert die Art und Weise, wie wir da aufgetreten sind.“ Auch die Chancenverwertung ist ein Manko der SG. „Wir machen viele einfache Fehler und sind in Abschlusssituationen nicht konsequent genug.“ Wie bitter das sein kann, zeigte sich beim Auswärtsspiel gegen die SG Neuenstein II: Die Nentershäuser lagen bei den Torschüssen mit 20:3 deutlich vorn, mussten sich am Ende aber mit 1:2 geschlagen geben.
Was spricht für die SG?
Vor allem die Heimstärke. Alle fünf bisherigen Heimspiele in Nentershausen oder Weißenhasel wurden gewonnen. „Wir wollen unsere Serie zu Hause fortsetzen“, sagt Mangold. „Wir setzen alles daran, es den Gegnern schwer zu machen.“ Auch der Zusammenhalt innerhalb der Spielgemeinschaft stimmt. „Wir haben in der Masse viele Leute, aber einen kleinen Kader für die erste Mannschaft. Jeder weiß, dass er gebraucht wird.“ Bestes Beispiel dafür ist Cedric Schneider: Nach neunmonatiger Pause wegen Rückenproblemen gehört er eigentlich zum Kader der zweiten Mannschaft, half zuletzt gegen Werratal aus und erzielte prompt den wichtigen Treffer zum 1:1.
Wie hat sich der SV Solz seit der Trennung entwickelt?
Sehr gut. Nach der souveränen Meisterschaft in der Kreisliga B folgte in der vergangenen Spielzeit als Aufsteiger Platz sechs. In diesem Sommer gab es einen Trainerwechsel: Michael Führer übernahm die Mannschaft und führte sie bislang auf einen vorderen Tabellenplatz. Zudem steht Solz im Kreispokalfinale und hat in der Liga erst eine Niederlage kassiert – ein 1:4 gegen Tabellenführer Kuppenrhön. „Sie haben junge, schnelle Leute und erfahrene Spieler. Es wird nicht einfacher als letztes Jahr“, sagt Mangold.
Wie viel Verbundenheit steckt noch in der Begegnung?
„Es ist jedes Jahr ein besonderes Spiel, aber jeder geht seinen eigenen Weg“, sagt Mangold. Im vergangenen Jahr endete das erste Duell 1:1, im Rückspiel setzte sich die SG mit 3:1 durch. „Derbysieger ist man gerne, aber am Ende des Tages sind es auch nur drei Punkte.“ Mit Philipp Berg oder Julian Spillner stehen nur noch wenige Spieler im Solzer Kader, die eine Vergangenheit bei der SG haben. Eine große Rivalität sieht der 31-Jährige daher nicht: „Es ist ein Derby, mehr nicht. Wir wollen gewinnen, Solz will gewinnen. Wir sind keine Feinde.“