Zwischen Abitur und Vaterglück: Seckenhausens Beckmann und Markart im Generationen-Check

Stand: 11.08.2026, 06:00 Uhr

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Gemeinsam am Ball: Enno Beckmann (links) und Marc-Fabian Markart.

Gemeinsam am Ball: Enno Beckmann (links) und Marc-Fabian Markart. © Göbel

Enno Beckmann und Marc-Fabian Markart vom Fußball-Bezirksligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst trennen 13 Jahre. Trotzdem kicken sie nun zusammen für den Aufsteiger und können dabei beide noch voneinander lernen, wie sie gegenüber der Mediengruppe Kreiszeitung verraten.

Seckenhausen – Schulter an Schulter stehen sie auf dem Rasenplatz der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst. Mit einem kleinen Lächeln im Gesicht blicken die Fußballer in die Kamera. Der eine mit erst 18 Jahren der jüngste Spieler im Kader und am Anfang seiner Laufbahn, der andere mit seinen 31 Jahren hingegen der älteste Akteur des Bezirksliga-Aufsteigers und bereits im fortgeschrittenen Fußballer-Alter. Youngster Enno Beckmann und „Oldie“ Marc-Fabian Markart.

Als sich beide das erste Mal begegnen, haben sie einen guten Eindruck voneinander. „Er ist sehr nett, positiv und engagiert“, erzählt Markart über seinen jüngeren Mitspieler. Und Beckmann sagt: „Sympathischer Typ. Ich konnte direkt merken, dass mir da einer gegenübersteht, der schon ein bisschen länger dabei ist.“

Der eine hat Erfahrung, der andere Unbekümmertheit

Genau deshalb freut sich Beckmann, noch etwas von Markart zu lernen. „Von dieser Erfahrung, die er hat, kann man sich viel abschauen. Genauso wie von seinem Spielverständnis, seiner Übersicht.“ Und auch der Routinier kann von seinem jungen Teamkollegen profitieren, meint er: „Auf jeden Fall! Diese Freude am Spiel und dieses Unbekümmerte, das hätte ich schon gerne nochmal wieder.“

Im Gespräch mit der Mediengruppe Kreiszeitung räumen die Spieler Vorurteile gegenüber der jeweils anderen Generation aus dem Weg. „Dass Jüngere respektlos sind, faul sind, also das stimmt auf keinen Fall“, betont Markart, während Beckmann klarstellt: „Dass die Älteren manchmal vielleicht denken, sie wären etwas Besseres, das stimmt nicht. Sie ziehen einen gut mit hoch und geben einem immer etwas Gutes mit auf den Weg.“

Mertesacker, Boateng und Co. als Vorbilder für Markart

Obwohl sich die zwei Fußballer in unterschiedlichen Lebensphasen befinden – Markart wird Vater, Beckmann macht im nächsten Jahr sein Abitur - spielt der Sport für beide eine wichtige Rolle. „Eine gute Ablenkung im Alltag“, meint der „Oldie“.

Auf die Frage, was der in Bremen wohnende duale Student für fußballerische Vorbilder hat, antwortet er: „Mertesacker, Boateng, Rio Ferdinand, Vidic“. Alles Defensivspieler, genau wie er selbst.

Beckmann hat kein einzelnes Vorbild, wie er sagt. „Am schönsten wäre es, sich von jedem die Attribute nehmen zu können“, so der 18-Jährige, der dabei natürlich auf Stars wie Lionel Messi und Cristiano Ronaldo anspielt. Diese zwei Fußball-Ikonen werden in fünf Jahren wohl ihre Schuhe endgültig an den Nagel gehängt haben.

Mit 36 Jahren noch immer am Ball bleiben

Der 31-jährige Markart möchte im Alter von dann 36 noch nicht mit Fußball aufhören. „Ich glaube schon, dass ich da noch auf dem Platz stehe. In welcher Rolle weiß ich noch nicht. Ob noch bei der ersten Herren oder in der Ü32. Aber auf jeden Fall hier in Seckenhausen.“

Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass der Bremer auch noch eine weitere Saison als ältester Spieler des Vereins gilt. Sollte Beckmann, der dann 23 Jahre alt wäre, auch noch bei der TSG spielen, wird er höchstwahrscheinlich aber nicht mehr der Jüngste im Kader sein.