Stand: 23.08.2026, 08:00 Uhr
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Jasmin Bresslein betreibt seit vier Jahren ein Tattoostudio in Hohenschäftlarn. Jetzt übernimmt sie die Kellerbar nebenan und gestaltet sie komplett um.
Schäftlarn – „Wenn nicht jetzt, wann eigentlich dann?“ Eine Frage, die zu Jasmin Bressleins (39) Leben gehört wie das Salz in die Suppe. Mit 35 eröffnete die gelernte Einzelhandelskauffrau mitten in Hohenschäftlarn mit „Luxur Ink“ ihr erstes Tattoostudio. Jetzt, nach einem Umzug in neue und größere Räume an der Starnberger Straße, will sie zusätzlich in die Gastronomie einsteigen.
Ursprünglich hatte Bresslein ihr Studio an der Münchner Straße. „Ich war mir nicht sicher, ob ich Erfolg habe, ob meine Arbeit in dem knapp 6000-Einwohner-Ort überhaupt angenommen wird“, sagt sie heute rückblickend. Eine unbegründete Angst. Schnell machte sich die Tattookünstlerin einen Namen, gewann Preise und Auszeichnungen, spezialisierte sich. Der Kundenkreis wurde immer größer, Interessenten kommen mittlerweile aus allen Teilen Deutschlands und seinen Nachbarländern. „Und ich habe mich immer wieder gefragt, wie ich vielleicht auch etwas zurückgeben kann“, sagt die 39-Jährige. „Dabei lag die Antwort gleich nebenan.“
Ich habe mich immer wieder gefragt, wie ich vielleicht auch etwas zurückgeben kann. Dabei lag die Antwort gleich nebenan.
Mit „nebenan“ ist die Kellerbar „Treff No.1“ samt Biergarten gemeint. „Irgendwie hatte ich mir immer vorgestellt, wie man daraus noch mehr machen könnte.“ Als Bresslein dann erfuhr, dass ein neuer Betreiber gesucht wird, bewarb sie sich – und bekam den Zuschlag. Seitdem geben sich die Handwerker die Klinke in die Hand und Bresslein wälzt Kataloge, da sie die Räume völlig umgestalten will. Gemütliche Sitzecken sollen zum Verweilen und Entspannen einladen, im Biergarten können die Gäste, egal ob sie auf den Zug warten oder nach einem anstrengenden Tag aus der Arbeit kommen, erst einmal abschalten können. „Ich stelle mir einen Ort zum Wohlfühlen vor, wo man in gemütlicher Runde eine Kleinigkeit essen und trinken kann.“ Diese gute Atmosphäre soll auch der zukünftige Name widerspiegeln: „Vibe“.
Den Anfang macht am Samstag, 29. August ab 14 Uhr der Biergarten, das Pub wird Anfang Oktober eröffnet. Bewirtschaftet wird das „Vibe“ im Sommer an fünf Tagen, im Winter an vier. Hat sich der Betrieb eingespielt, will Bresslein auf Minijobbasis ein Team zusammenstellen, das sie neben ihrer eigentlichen Arbeit als Tätowiererin unterstützt. Angst vor dem Risiko, das jede Neueröffnung mit sich bringt, hat Bresslein nicht. Im Gegenteil. „Wer nicht wagt“, zitiert sie ihr zweites Lebensmotto, „der nicht gewinnt.“