„Es geht jetzt darum, ein bisschen zu schlafen“: Varfolomeev überrascht nach 12. WM-Titel

Zwölfmal (!) WM-Gold mit 19 Jahren: Deutsche denkt nicht an Pause

Stand: 15.08.2026, 16:21 Uhr

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Darja Varfolomeev glänzt erneut bei der WM der Rhythmischen Sportgymnastik. Doch auch nach ihrem zwölften Titel denkt die 19-Jährige nicht ans Feiern.

Frankfurt am Main – Sie ist derzeit einfach nicht aufzuhalten: Seit drei Jahren eilt Darja Varfolomeev von Sieg zu Sieg. Die Rhythmische Sportgymnastin dominiert ihre Sportart nach Belieben und wurde bereits im Alter von 17 Jahren Olympiasiegerin im Mehrkampf – vor ihr war das noch keiner deutschen Athletin gelungen.

Darja Varfolomeev in Aktion

Darja Varfolomeev hat auch nach ihrem zwölften WM-Titel noch nicht genug. © picture alliance/dpa | Marijan Murat

Auch im Nachgang ist sie von der weltweiten Konkurrenz nicht zu stoppen. Das bewies sie jüngst wieder bei der Weltmeisterschaft in Frankfurt am Main. Zwar verpasste sie komplett überraschend das Finale mit den Keulen, doch am Freitagabend gewann sie zum dritten Mal in Folge WM-Gold im Mehrkampf.

Party verschoben: Varfolomeev hat nächste WM-Titel im Visier

Damit erfüllte sie sich einen großen Wunsch. „Es war mein Traum, mit Deutschland die Hymne zu singen“, sagte die Athletin vom TSV Schmiden. Diesen Moment genoss sie bei der Siegerehrung sichtlich, dennoch ruht sich die 19-Jährige nach ihrem insgesamt zwölften Weltmeistertitel nicht aus. So fiel auch eine rauschende Goldparty in der Mainstadt aus.

„Es geht jetzt darum, ein bisschen zu schlafen, ein bisschen zu regenerieren“, erklärte Varfolomeev nach ihrem Erfolg. Schließlich hat sie schon die nächsten Titel im Visier. Am Sonntag stehen die Finals mit dem Reifen (12.10 Uhr), dem Ball (12.50 Uhr) und dem Band (15.50 Uhr) auf dem Programm, dort will sie wieder ganz oben auf dem Podium stehen.

Dabei könnten auch die heimischen Zuschauer in der Frankfurter Festhalle wieder eine ganz besondere Rolle spielen. „Es war etwas ganz Besonderes“, schwärmte sie. Doch es kann auch eine Last sein, denn es sei mit Worten „nicht zu beschreiben, wie schwer es ist, bis zum Ende den Fokus zu behalten“.

Diesen muss sie aber unter Beweis stellen, denn die Konkurrenz lauert nur auf einen Fehler von ihr. Und dass sie Nerven zeigen kann, offenbarte die Quali mit den Keulen, bei der ihr ungewohnte Fehler unterliefen. „Es ist schade für mich, dass die Keulen für mich so gelaufen sind. Es ist sehr, sehr ärgerlich“, haderte sie. Doch in den drei noch ausstehenden Finals will sie ihre Klasse beweisen – und dann dürfte es im Erfolgsfall vielleicht doch eine Party geben. (smu)