Schlösser, Kirchen und Natur: 10 Orte in Bayern, die aussehen wie im Märchen – „Imposant“

Stand: 11.09.2026, 21:33 Uhr

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Egal ob Natur, Schlösser und Burgen oder Kirchen: In Bayern gibt es für Einheimische und Touristen märchenhafte Orte zu bestaunen.

München – Jährlich zieht es viele Touristen nach Bayern. Kein Wunder, gibt es doch sowohl für Städtefans als auch für Naturliebhaber viel zu entdecken. Teils wirken Gebäude und Natur wie aus dem Märchen.

Nicht fehlen darf auf der Liste der 10 Orte in Bayern, die aussehen wie im Märchen, natürlich Schloss Neuschwanstein. Es wurde für den bayerischen König Ludwig II. (1845 - 1886) errichtet, aber nie vollendet. Für den Märchenkönig war es ein Denkmal der Kultur des Mittelalters, die er verehrte. Es wurde mit damals modernster Technik ausgestattet und gilt als das berühmteste Bauwerk des Historismus. Der Name Neuschwanstein entstand erst nach seinem Tod. Mittlerweile gehört es zu den bekanntesten, meistbesuchten und meistfotografierten Bauwerken der Welt.

Wieskirche in der Dämmerung im Winter,  Pfaffenwinkel, Bayern, Deutschland

Die Deutsche Unesco-Kommission bezeichnet sie als „eine glänzende Schöpfung des bayerischen Rokoko und Zeugnis lebendiger religiöser Traditionen“. © IMAGO/Peter Widmann

Kirchen, Schlösser und Natur: 10 märchenhafte Orte in Bayern

Auch die Wieskirche in Steingaden erweckt einen märchenhaften Eindruck, besonders im Winter. Die Kirche wurde „ab 1745 durch den gefeierten Architekten Dominikus Zimmermann erbaut, der sie zu einem Meisterwerk des Rokoko werden ließ. Die offizielle Grundsteinlegung im Auftrag des bayerischen Kurfürsten Max Josef III. erfolgte 1746“, heißt es bei der Unesco. Seit 1983 steht die Kirche auf der Welterbe-Liste. Sie wurde 1754 fertiggestellt.

Malerisch erscheint auch die Kirche St. Sebastian bei Ramsau, denn hinter ihr erheben sich die Berge. Dieses Motiv in Bayern ist vielfach fotografiert. Sie ist „eine der bekanntesten Kirchen in Bayern“, schreibt die Website von Berchtesgaden. Sie wurde 1512 unter Fürstpropst Gregor Rainer erbaut und ist den Heiligen Sebastian und Fabian geweiht.

Nicht weniger beeindruckend ist die Partnachklamm. Sie wird auf der Website als „einmaliges Naturwunder in Garmisch-Partenkirchen“ beschrieben. „Kaum vergleichbar ist dieser Moment, wenn du in die Partnachklamm eintrittst und von massiven Felswänden umgeben bist. Du hörst das Wasser unter dir rauschen. Wild und unbändig. Man kann nur erahnen, welche gewaltigen Wassermassen die Felsen über Jahrhunderte hinweg ausgehöhlt haben.“ Der Weg wird von einem beeindruckenden Gesteinsmassiv gesäumt.

Parish Church of St. Sebastian in the village of Ramsau, Nationalpark Berchtesgadener Land, Upper Ba

Die Kirche St. Sebastian. © IMAGO / Depositphotos

Nicht nur Schloss Neuschwanstein: 10 der märchenhaftesten Orte in Bayern

Märchenhaft ist auch die Burg Burghausen – die längste Burganlage der Welt. „Sie erstreckt sich auf einem schmalen Bergrücken zwischen Salzach und Wöhrsee malerisch über der Stadt Burghausen. Mit ihren turmbewehrten Mauern, ihren Gräben, Brücken und Toren, den mächtigen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden ist sie noch heute ein großartiges Denkmal mittelalterlicher Bau- und Befestigungskunst und gibt Zeugnis vom Macht- und Repräsentationswillen der bayerischen Herzöge“, heißt es auf der Website der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Vorbild für Disney‘s Pinocchio: Rothenburg ob der Tauber zieht Touristen an

Malerisch ist die Stadt Rothenburg ob der Tauber, mit ihrer mittelalterlichen Architektur, der beeindruckenden Stadtmauer und dem berühmten Plönlein – wohl eines der meistfotografierten Motive in Bayern. Die Stadt diente außerdem als Vorbild für Disney‘s Pinocchio.

Nicht fehlen darf ein weiteres Schloss von König Ludwig II: Schloss Linderhof. Schloss und Park „sind eines der vielfältigsten und kunstvollsten Ensembles des 19. Jahrhunderts“, schwärmt die Schlösserverwaltung. Es ist das einzige Schloss, das König Ludwig II. vollenden konnte. Berühmt ist die Venusgrotte, eine künstliche Tropfsteinhöhle mit 90 Metern Länge und bis zu 14 Metern Höhe. Sie wurde allein für die Nutzung durch Ludwig II. erbaut. Er nutze sie als interaktive Schaubühne, um Opernszenen nacherleben zu können. Sie ist der Blauen Grotte auf Capri nachempfunden. Sie erhielt die für die damalige Zeit hochmoderne elektrische Beleuchtung.

Der Königssee allein ist eine Reise wert. Der Blick vom Wasser auf die Kirche St. Bartholomä sollte man sich dabei auf keinen Fall entgehen lassen. „Schloss und Wallfahrtskirche St. Bartholomä sind eine Gründung der Fürstpropstei Berchtesgaden aus dem Jahr 1134. Die Kirche mit ihrer Dreikonchenanlage erhielt 1697 ihre heutige Form; die Stuckaturen stammen von dem Salzburger Meister Joseph Schmidt“, heißt es bei der Bayerischen Schlösserverwaltung.

25. Dezember 2025: Weihnachtszeit am Plönlein  Rothenburg ob der Tauber, Bayern, Deutschland. Festlicher Christbaum und

Besonders berühmt ist dieser Anblick: Das Plönlein. Dabei handelt es sich nicht nur um das bekannte gelbe Fachwerkhaus. Es steht zwar im Zentrum des Plönleins, übersetzt heißt der Begriff Plönlein aber „Kleiner Platz am Brunnen“. Es gehören als auch der Brunnen vor dem Fachwerksolitär sowie die beiden Türme der alten Stadtmauer, die links und rechts davon hochragen dazu, wie die Stadt mitteilt. © IMAGO / imagebroker

„Märchenhaft wie sein Erbauer“: Schlossen Herrenchiemsee wurde zu Lebzeiten Ludwigs II. fertig

Imposant ist auch die Walhalla bei Donaustauf. Es gilt als eines der bedeutensten deutschen Nationaldenkmäler des 19. Jahrhunderts und entstand im Auftrag von König Ludwig I. Errichtet wurde der Bau durch den Architekten Leo von Klenze (1784-1864), einen der wichtigsten klassizistischen Baumeister des 19. Jahrhunderts. Die Grundsteinlegung erfolgte 1830, am 18. Oktober 1842 erfolgte die feierliche Eröffnung.

Herrenchiemsee ist die größte Insel im Chiemsee. Dort befinden sich einige historisch relevante Bauten, darunter auch das Schloss Herrenchiemsee. Es zählt seit Sommer 2025, wie die anderen Schlösser von König Ludwig II. zur Unesco Welterbestätte. „Das Schloss Herrenchiemsee gehört somit zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands: imposant im inneren und äußeren Erscheinungsbild, märchenhaft wie der Erbauer“, schwärmt die Schlösserverwaltung. (Quelle: hohenschwangau.de, schloesser.bayern.de, unesco.de, berchtesgaden.de, rothenburg.de) (kam)