Aston Martin DBX S im Test: So fährt sich das SUV-Flaggschiff mit 727 PS

Stand: 11.09.2026, 21:30 Uhr

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Getreu dem Motto, dass man lieber noch eine Schippe drauflegt, bietet Aston Martin mit dem 727 PS starken DBX S ein neues SUV-Flaggschiff an. Wir waren damit unterwegs.

München – Gutes kann man immer besser machen, Starkes stärker. Letzteres hat Aston Martin bei seinem Luxus-SUV DBX getan und stellt mit der S-Version ein Fahrzeug vor, das atemberaubende 727 PS an maximaler Leistung aufweist, dazu ein maximales Drehmoment von 900 Nm und eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h in den Papieren stehen hat. Wir steigen ein zu einer ersten Ausfahrt.

DBX S

Flaggschiff DBX S: Das stärkste SUV von Aston Martin kommt auf beeindruckende 727 PS. © Aston Martin

Die Vorfreude wird ein wenig gebremst, denn kurz vor dem Start geht noch ein heftiger Regenschauer nieder. Also sind noch mehr Feingefühl und Zurückhaltung notwendig als sowieso bei dem Ausritt mit dem 258.000 Euro teuren Engländer angesagt ist. Es geht los und die Route führt uns über kleine und kleinste Straßen im Alpenvorland Oberbayerns. Dass der Aston Martin seine Stärke auf der Autobahn in einen immensen allradgetriebenen Vortrieb umsetzen kann, glauben wir dem Hersteller einfach mal. 3,3 Sekunden soll er von 0 auf 100 km/h benötigen.

Wir brauchen nicht lange, um uns im Cockpit zurechtzufinden. Der DBX ist frappierend benutzerfreundlich aufgebaut, in dem alles da ist, wo man es sucht. Das Lenkrad ist mit Funktionen nicht überfrachtet, dafür gibt es eine auf den ersten Blick riesige Ansammlung von Knöpfen und Tasten auf der Mittelkonsole. Aber auch die sortiert man flugs und wir mussten keine Fehlbedienung vermelden.

Luxus-SUV

Freude am Fahren: Motorredakteur Volker Pfau genoss den Ausritt mit dem Luxus-SUV. © Tobias Kempe für Aston Martin

Schon nach wenigen Kilometern ist man mit dem DBX S vertraut

Die Dimensionen des Wagens – Länge 5,04 Meter, Breite mit Spiegeln 2,18 Meter – erfordern erst einmal ein gutes Auge und sinnvollerweise eine defensive Fahrweise. Nachdem wir sicherheitshalber im Fahrprogramm GT gestartet sind, sammeln wir Kilometer um Kilometer Zutrauen und Sicherheit im Umgang mit dem Luxus-SUV. Der DBX macht es einem aber auch einfach: keinerlei Zicken und keine Überraschungen. Die Neun-Gang-Automatik findet stets die perfekte Fahrtstufe und mit zunehmender Sicherheit und abtrocknender Straße wechseln wir ins Sport- und dann ins Sport+-Fahrprogramm.

Im Sport+-Programm knurrt der Achtzylinder richtig los

Dann wechselt der 4-Liter-V8 beim Gasgeben von wohligem Brummeln in einen knurrigen und kernigen Sound, wirkt aggressiv und man muss die Tempolimits noch sorgfältiger im Auge behalten. Dafür werden Überholvorgänge in kürzester Zeit und mit maximaler Sicherheit und Souveränität erledigt. In ähnlichen Leistungsdimensionen bewegt man sich mit dem Dodge Durango SRT Hellcat, doch das 719 PS starke SUV ist eine ganz andere, kernigere und weniger zivilisierte Hausnummer. Zwar nicht ganz so brachial, dafür aber mindestens so kultig, ist man mit der G-Klasse von Mercedes-Benz unterwegs.

Derzeit hat der DBX bei Aston Martin einen Anteil am Verkauf, der bei über 30 Prozent liegt. Mit der S-Version, dem neuen Flaggschiff bei den SUVs, dürfte dieser Wert noch steigen.