Aktueller Stand der Planung: Kita-Neubau in Brotdorf: Warum offen bleibt, wer Träger wird

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Aktueller Stand der Planung Kita-Neubau in Brotdorf: Warum offen bleibt, wer Träger wird

Brotdorf · In Brotdorf warten Familien seit 2023 auf eine dauerhafte Kita-Lösung, nachdem die bestehende Einrichtung wegen Marderbefalls geschlossen wurde. Die Stadt Merzig plant einen Neubau und prüft die nächsten Schritte. Noch offen ist, wer Träger wird.

08.10.2026 , 14:17 Uhr

Die Kita in Brotdorf bleibt geschlossen.

Die Kita in Brotdorf bleibt geschlossen.

Foto: Michael Rauch

Über den aktuellen Stand zum Neubau einer Kindertagesstätte in Brotdorf hat Oberbürgermeister Marcus Hoffeld (CDU) in der jüngsten Sitzung des Merziger Stadtrates informiert. Zunächst griff er eine Frage aus den Reihen des Rates nach der zukünftigen Trägerschaft auf. Mittlerweile ist geklärt, so Hoffeld: „Sollte es nicht die Stadt sein, müssen wir verbindlich ausschreiben.“

Stadtrat entscheidet später über Trägerschaft

Die Verwaltung werde den Stadtrat zu gegebener Zeit mit der Frage befassen, wer die Betriebs-Trägerschaft für die neue Kita übernimmt. Die nun mitgeteilte Vorgabe bedeute, dass es nicht möglich sei, die Trägerschaft ohne vorherige Ausschreibung an die Katholische Kita gGmbH Saarland zu vergeben, die bisher Trägerin der Einrichtung ist. Eine öffentliche Ausschreibung ermögliche es allen potenziellen Trägern, sich zu bewerben.

Seit November 2023 ist die Katholische Kita St. Marien in Brotdorf geschlossen, weil Marder dort enorme Schäden angerichtet haben. Die Brotdorfer Krippen- und Kindergartenkinder werden seitdem übergangsweise in Räumen des Merziger SHG-Klinikums betreut. Lange hielt das Bistum Trier, in dessen Eigentum sich die Kita befindet, an einer Sanierung des Gebäudes fest.

Aktueller Stand im Planungsverfahren

Als letztlich bekannt wurde, dass eine Sanierung doch nicht mehr möglich ist, hat sich die Stadt Merzig auf die Suche nach einem Standort für einen Neubau gemacht. Der Stadtrat beschloss im Juni dieses Jahres einstimmig, eine neue Kita im Bereich „Auf der Wild“ zu errichten, nahe der Grundschule. Verantwortlich für den Bau solle die Stadt selbst sein. Mit dem Beschluss konnte die Verwaltung das Planungsverfahren beginnen.

Zum aktuellen Planungsstand erklärte OB Hoffeld in der Sitzung, dass die Stadt die erforderlichen Unterlagen für das Bauwerk nach Absprache mit dem Bildungsministerium den landeseigenen Gesellschaften LEG Kommunal und Woge Saar vorgelegt hat. „Wir warten da noch auf Rückmeldungen“, sagte der OB. Sobald diese vorliegen, werde die Verwaltung den Stadtrat mit der Thematik befassen. Hoffeld: „Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr die notwendigen Beschlüsse fassen können, sodass wir das im nächsten Jahr aktiv angehen können.“ (cbe)