Basketball-WM der Frauen: Deutsche Basketballerinnen starten mit klarer Niederlage in Heim-WM

Für die deutschen Basketballerinnen hat die Heim-WM mit einer bitteren Enttäuschung begonnen. Gegen Vize-Europameister Spanien blieb das deutsche Team chancenlos.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, SID,

mns

Aktualisiert am 4. September 2026, 20:13 Uhr

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Basketball-EM Frauen 2025 Deutschland Spanien Olaf Lange Satou Sabally Leonie Fiebich
Die spanische Außenspielerin Alicia Florez (Nummer 18) und die deutsche Spielmacherin Britta Daub kämpfen um den Ball. © Odd Andersen/​AFP/​Getty Images

Die deutschen Basketballerinnen haben ihr erstes Spiel bei der Heim-WM in Berlin deutlich verloren. Das Team von Bundestrainer Olaf Lange unterlag Mitfavorit Spanien klar mit 53:83 (24:50) und hat damit schon jetzt keine realistische Chance mehr auf den Gruppensieg. Nur die Tabellenersten der Vorrunde ziehen direkt ins Viertelfinale ein.

Vor 12.500 Zuschauern in der Arena Berlin, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, hatte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) dem Vize-Europameister kaum etwas entgegenzusetzen. Leonie Fiebich war mit 13 Punkten die beste Werferin des deutschen Teams, das ohne die verletzte Starspielerin Satou Sabally auskommen musste. Die 28-Jährige fehlte wegen der Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung beim Turnier in ihrer Heimatstadt.

Deutsche Defensive war besonders schwach

Das deutsche Team agierte von Anfang an nervös. Die routinierten Spanierinnen nutzten das gnadenlos aus und zogen schon im ersten Viertel davon. Vor allem in der Defensive war die deutsche Mannschaft nicht konkurrenzfähig. Nach zehn Minuten lag Spanien mit elf Punkten vorn. Bei Deutschland hatten bis zu diesem Zeitpunkt nur Fiebich (8) und Alexis Peterson (3) getroffen.

Bis zur Pause war von Deutschland nicht einmal jeder vierte Wurf aus dem Feld erfolgreich. Die Spanierinnen trafen hingegen mit gut 60 Prozent ihrer Würfe. Zur Halbzeit lagen die deutschen Basketballerinnen daher schon hoffnungslos mit 26 Punkten zurück. In der zweiten Hälfte ging es für die Deutschen im Grunde nur noch um Schadensbegrenzung.

Neben der großen Nervosität machte sich auch die holprige Vorbereitung deutlich bemerkbar. Das Team hatte kaum Zeit, sich als gesamte Mannschaft einzuspielen, da die Spielerinnen aus der US-amerikanischen WNBA erst spät zur Mannschaft gekommen waren. Als Letzte stieß Fiebich erst am vergangenen Wochenende zum Team.

Am Samstag hat das deutsche Team die Chance zur Wiedergutmachung. Dann geht es in der kleineren Max-Schmeling-Halle gegen Japan (18 Uhr). Letzter Gruppengegner ist am Montag Mali.