HSV-Juwelen unter Druck: Polzin verrät seinen Plan

HSV

Nach Transfer-Offensive: Das passiert mit den HSV-Juwelen um Lemke

Shafiq Nandja, Louis Lemke und Otto Stange (v.l.) gehören zu den Top-Talenten im HSV-Kader.
Witters

Der Konkurrenzkampf beim HSV ist nach dem Deadline Day noch härter geworden. Was bedeutet das für die jungen Talente? Merlin Polzin erklärt den Plan.

Mit der Transfer-Offensive am Deadline-Day und den drei Last-Minute-Zugängen Fábio Vieira, Zakaria El Ouahdi und David Møller Wolfe hat sich die Konkurrenzsituation beim HSV noch einmal kräftig verschärft. Was bedeutet das für die Top-Talente im Kader, die zuletzt für viele positive Schlagzeilen gesorgt hatten? Müssen sie die große Bühne nun wieder verlassen? Der Plan für die Zukunft steht.

Louis Lemke (16), Shafiq Nandja (19), Otto Stange (19) und Jason Bissi-Mouelle (18) sind vier gebürtige Hamburger, die alle seit ihrer Jugend für den HSV spielen. Während Stange schon in der zurückliegenden Saison bei den Profis kräftig auf sich aufmerksam gemacht hatte, zogen die anderen drei in den vergangenen Wochen und Monaten nach.

Lemke hat zuletzt beim HSV Geschichte geschrieben

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Den meisten Applaus gab es zuletzt für Lemke. Beim 3:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals wurde der 16-Jährige zum jüngsten Torschützen der HSV‑Geschichte. Zum Liga-Auftakt in Dortmund (0:2) stand er erstmals in der Bundesliga in der Startelf und lieferte beim Vizemeister einen ordentlichen Job ab. Bemerkenswert verlief auch der Pflichtspielstart der beiden Abwehr-Talente Nandja und Bissi-Mouelle in die neue Saison.

Nach einer guten Vorbereitung durfte Bissi-Mouelle beim Pokalspiel in Verl sein Profi-Debüt feiern. Nandja gehörte im gleichen Spiel erstmals zur Startelf. Auch in Dortmund war der Verteidiger zuletzt dabei.

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Polzin will nicht aufs Alter, sondern auf die Leistung schauen

Wie geht es nun für die Hamburger Jungs weiter? „Am Ende geht es um die Leistung“, sagt Merlin Polzin. „Da spielt es keine Rolle, ob jemand ein gewisses Alter oder eine Anzahl an Profispielen schon hat, sondern es geht darum, was im Training passiert und was für Leistungen zurückkommen. Es geht darum, dass wir als HSV erfolgreich in der Bundesliga Fußball spielen können, mit den Jungs aus dem eigenen Nachwuchs. Dazu haben sie definitiv auch trotz der veränderten Konkurrenzsituation die Chance.“

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Im Klartext bedeutet das: Machen die Top-Talente so weiter, werden sie auch künftig auf Einsatzzeiten bei den Profis kommen können. Zumindest Stange, Lemke und Nandja sollen – wenn laut Polzin „alles normal läuft“ – am Sonntag beim Heimspiel gegen Mainz erneut zum Profikader gehören. Auch wenn die Einsatzzeiten jetzt womöglich erst einmal weniger werden, sollen sie das als Chance sehen und von ihren erfahreneren Konkurrenten lernen und profitieren. „Dann ist es ein Riesengewinn für alle“, so Polzin.