Stand: 09.09.2026, 20:00 Uhr
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Ein Tag im September soll laut Bauernregel bestimmen, ob der Winter streng und frostig wird. Was steckt dahinter? Und wie sieht die Prognose für NRW aus?
Hamm – Beim Wetter vertrauen viele Menschen auf Bauernregeln. Die alten, oft gereimten Volkssprüche, dienen dazu, um das Wetter und die Ernte vorherzusagen. Sie basieren auf jahrelangen Naturbeobachtungen der Menschen aus früheren Jahrhunderten. Auch im September gibt es Bauernregeln, die sogar das Wetter für den kommenden Winter vorhersagen sollen. Eine davon gibt es am Montag, 14. September.

„Ist‘s hell am Kreuzerhöhungstag, so folgt ein strenger Winter nach“, heißt es in der Bauernregel. Denn am 14. September feiert die katholische und orthodoxe Kirche das Fest Kreuzerhöhung – und in der bäuerlichen Wettertradition gilt der Tag als einer der wichtigsten „Lostage“ des Spätsommers. Der Tag geht auf die christliche Kreuzauffindungslegende zurück. Der Überlieferung nach soll Kaiser Heraklios III. im Jahr 629 das heilige Kreuz zurückerobert und in Jerusalem gezeigt haben. Im 7. Jahrhundert übernahm Rom das Fest, der Termin wurde damals auf den 14. September festgelegt, heißt es.
Bauernregel im September: 14. September soll bestimmen, wie streng der Winter wird
Wie bei den meisten Bauernregeln wird aus dem Wetter an einem einzelnen Tag eine Tendenz für einen späteren Zeitraum abgeleitet – hier für den kommenden Winter. Laut Regel soll ein besonders strenger Winter folgen, wenn der 14. September hell und sonnig wird. Wichtig vorab: Bauernregeln wie diese basieren auf jahrhundertelanger Beobachtung, nicht auf meteorologischen Modellen.
Ein Blick auf die aktuelle Vorhersage der Meteorologen für Nordrhein-Westfalen zeigt einen überwiegend milden Wettertrend für den Kreuzerhöhungstag. Laut Prognose von Wetter Online soll der Montag mild ausfallen – bei Temperaturen von 16 bis 21 Grad (Stand 9. September). Außerdem soll es bewölkt sein, die Sonne soll sich aber hier und da mal zeigen. Auch Regen sei zwischendurch nicht ausgeschlossen. Schenkt man der Bauernregel also Glauben und bleibt es überwiegend bewölkt am 14. September, spricht das eher gegen einen strengen Winter.
Eine alte Bauernregel sollte außerdem Aufschluss über das Wetter im ganzen September liefern. Doch die Prognose ist umstritten.