Stand: 21.09.2026, 19:00 Uhr
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Am 27. September verwandelt sich der Hofgeismarer Marktplatz in eine Kulisse für Klassiker aus den 1940er bis 1980er Jahren. Besucher sind ohne Anmeldung willkommen – für Fahrzeugbesitzer gibt es bereits eine Warteliste.
Hofgeismar – Nachdem es in Sachen Auto-Oldtimer in Hofgeismar einige Jahre ruhig war, kommt wieder Leben in dieses Thema: Mitten in der Stadt, auf dem Marktplatz und vermutlich auch auf angrenzenden Flächen, werden am Sonntag, 27. September, die ersten „Hofgeismarer Benzingespräche“ stattfinden, wie sie Initiator Leif Bauer (54) getauft hat. Sein Ziel ist es: mehrere Jahre alte Autos anschauen, Geschichten erzählen und miteinander ins Gespräch kommen.
Ideengeber, Organisator und Ansprechpartner ist der Hofgeismarer Leif Bauer. Er gehört, wie er berichtet, zur „Generation der Autoquartette“, sammelte schon als Kind Autoprospekte und verbrachte an den Wochenenden viel Zeit in Autohäusern. Seit rund 20 Jahren fährt er selbst ältere Fahrzeuge. Auch beruflich begleitete ihn das Thema: In rund 25 Jahren im Marketing arbeitete Bauer für mehr als zehn verschiedene Automarken.
Weniger Fachsimpeln, mehr Geschichten und Gespräche um das Auto
Über die Jahre sei aus vielen Eindrücken bei automobilen Veranstaltungen die Idee für ein eigenes Format entstanden. Dabei geht es Bauer weniger um technisches Fachsimpeln als um die Geschichten und Gespräche rund um das Automobil – und das bewusst markenübergreifend. Bauer: „Ich mag einfach den Mix. Kleinwagen neben Luxuslimousine, europäische Klassiker neben US-Cars – und genauso unterschiedlich dürfen auch die Menschen dahinter sein.“
Als Bauer nach rund 25 Jahren in Hamburg vor einem Jahr nach Hofgeismar zurückkehrte, wurde aus den Überlegungen eine konkrete Idee. Er wollte sich vor Ort einbringen und etwas Neues initiieren. Mit der Idee stieß Bauer auch bei Hofgeismars Bürgermeister Torben Busse auf offene Ohren. Die Stadt unterstützt die Initiative und ermöglicht die Nutzung des Marktplatzes für die Veranstaltung. Damit waren wichtige Voraussetzungen geschaffen, um aus der Idee ein konkretes Projekt zu machen.
Erwartete Autos (Auswahl)
Angemeldet wurden unter anderem folgende Fahrzeuge: Opel Admiral B (1970), Volvo PV544 / Buckelvolvo (1964), Mercedes 230 CE (1982), NSU Prinz 4L (1965), Opel Kadett A (1964), Opel Olympia (1952), Porsche 914 / VW-Porsche (1974), Mercedes 280 S (1971), Renault 16 (1974), Plymouth P15 (1948), Jaguar Mark IV Saloon (1948), und ein paar US-Cars wie zum Beispiel Ford Mustang (1969) und Plymouth Duster (1970) und eventuell ein Überraschungsauto.
Dass die Benzingespräche gerade dort stattfinden, ist ein wichtiger Teil des Konzepts. Statt grüner Wiese oder großem Parkplatz bildet der von Fachwerkhäusern eingerahmte und neu gestaltete Marktplatz die Kulisse für die klassischen Fahrzeuge.
„Für mich gehören drei Dinge zusammen: die Autos, die Menschen und die Kulisse. Genau daraus soll die Atmosphäre der Benzingespräche entstehen“, ist Bauer überzeugt.
Es geht um die Freude an klassischen Fahrzeugen
Die Veranstaltung soll bewusst überschaubar bleiben. Es geht weder um Pokale noch um das perfekteste oder wertvollste Fahrzeug. Marke, Fahrzeugwert oder technisches Fachwissen sollen keine Rolle spielen. „Man muss weder Automobilexperte noch Schraubergott sein. Die Freude an klassischen Fahrzeugen genügt“, sagt Bauer.
Für die Premiere werden rund 30 bis 40 Fahrzeuge aus den 1940er bis 1980er Jahren erwartet. Besucher sind jederzeit und ohne Anmeldung willkommen und können sich die Fahrzeuge anschauen und mit ihren Besitzern ins Gespräch kommen. Wer selbst mit einem passenden klassischen Fahrzeug teilnehmen möchte, muss sich aufgrund der begrenzten Stellfläche vorher anmelden. Es gibt bereits eine Warteliste, aber die Angebote sind auch für den Fall, dass es Ausfälle gibt, und für künftige Treffen sinnvoll. Kontakt über [email protected].
Wenn das Konzept gut angenommen wird, sollen die „Hofgeismarer Benzingespräche“ künftig regelmäßig stattfinden.