Zach Cregger gehört derzeit zu den beliebtesten und erfolgreichsten Regisseuren im Horror-Genre. Nach „Resident Evil“ wagt er sich jedoch erstmals in den Science-Fiction-Bereich und dreht gemeinsam mit Steven Spielberg einen Weltraum-Thriller.
Von Louis Verheyen
Schon mit „Barbarian“ und „Weapons“ bewies Zach Cregger, dass er eine der spannendsten Stimmen im aktuellen Horrorkino ist. Auch sein jüngst im Kino gestarteter „Resident Evil“-Film kommt sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik außerordentlich gut an. Doch obwohl er mit der Videospieladaption gerade Rekorde bricht, wendet sich Cregger für sein nächstes Projekt erst einmal vom Horror-Genre ab – zumindest laut dem Regisseur selbst.
Der Fitness-Zeitschrift Men’s Health verriet er nun nämlich etwas mehr Details zu seinem nächsten Film, einem Science-Fiction-Projekt mit dem Titel „The Flood“. Dieses wird nicht nur von Altmeister Steven Spielberg produziert, sondern ist laut Cregger zudem stark an den Genre-Meilenstein „2001: Odyssee im Weltraum“ angelehnt.
Ein verstörender Thriller in den Tiefen des Weltraums
Im Mittelpunkt steht eine Raumschiff-Crew, die weit entfernt von der Erde ein uraltes außerirdisches Artefakt entdeckt, das Zeit und Realität verzerrt. Auf die Idee kam Cregger eher aus der Not heraus, als sich ihm die Möglichkeit bot, mit Spielberg zusammenzuarbeiten. Nur fünf Tage hatte er Zeit, um ihm ein Konzept zu präsentieren. Heraus kam „The Flood“, dessen Drehbuch noch vor „Weapons“ entstand und das Cregger seither nicht mehr losgelassen hat:
„Ich liebe die Geschichte einfach. Der Film handelt auf eine sehr echte Weise von etwas, das mir nahegeht“, sagte Cregger. „Es ist erneut eine bizarre Erzählstruktur – auf eine Weise wie bei ‚Weapons‘ und ‚Barbarian‘ –, aber es gibt keine wechselnden Perspektiven.“
Doch nicht nur die Erzählstruktur weist Parallelen zu seinen bisherigen Arbeiten auf. Auch auf den Horror möchte Cregger in „The Flood“ nicht gänzlich verzichten: „Er ist verstörend, aber kein Horrorfilm – auch wenn er Horrorszenen enthält“, verriet der Filmemacher. Eine Sequenz, die sich rund um einen Feuerlöscher dreht, sei etwa eine direkte Anspielung auf den Skandal-Film „Irreversible“. Aktuell überlege Cregger sogar noch, die Szene wieder zu streichen, da sie womöglich einen „Schritt zu weit“ gehe.
"The Flood" soll sich den ganz großen Fragen widmen
Auf Näheres zur Handlung ging Cregger bisher nicht ein. Wohl aber war es ihm wichtig, klarzustellen, dass sich sein neuer Film doch deutlich von seinen bisherigen abhebt. So konzentriere sich dieser eben vordergründig auf die großen Fragen der Menschheit – so, wie schon Stanley Kubricks Meisterwerk:
„Ich vergleiche ihn nicht mit ‚2001‘ – denn ‚2001‘ ist in jeder Hinsicht ein wahres Meisterwerk –, aber dieser Film besitzt eine unbestreitbare Eigenartigkeit, und es ist auch ein Horrorfilm. Ich halte ‚2001‘ für einen wirklich packenden Horrorfilm über die menschliche Natur und natürlich über künstliche Intelligenz, aber er stellt die großen Fragen. Und ich denke, so ähnlich ist es auch mit ‚The Flood‘.“
Große Namen und Vergleiche hängen also jetzt schon an „The Flood“, und bei Creggers bisheriger Erfolgsbilanz gibt es wenig Zweifel daran, dass uns hier etwas Großes erwartet.
Ob das Gleiche auch auf „Lollipop Chainsaw“ zutrifft? Bei dem neu angekündigten Projekt handelt es sich wie bei „Resident Evil“ um die Verfilmung eines Videospiels, an dem kein Geringerer als James Gunn mitgewirkt hat – mehr dazu im folgenden Artikel:
Nach dem Erfolg von "Resident Evil": Wahnwitziges Zombie-Game von James Gunn (!) soll verfilmt werden