Stand: 24.07.2026, 17:31 Uhr
Kommentare

Genug getestet, jetzt wird es ernst: In der ersten Runde des Fußball-Bezirkspokals ist Landesliga-Aufsteiger VfL Wildeshausen beim Kreisligisten 1. FC Ohmstede klarer Favorit.
Wildeshausen – Die inzwischen zwölfjährige Amtszeit von Marcel Bragula war nicht arm an sportlichen Erfolgen. Viermal führte der Trainer die Fußballer des VfL Wildeshausen zur Bezirksliga-Meisterschaft und zum Aufstieg in die Landesliga (2015, 2019, 2024, 2026). „Nur im Bezirkspokal haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert – da ist noch reichlich Luft nach oben“, meint der VfL-Coach vor der Erstrundenbegegnung beim 1. FC Ohmstede (Sonntag, 15 Uhr).
In der Tat ist der Blick in die Wildeshauser Pokalhistorie unter Bragula ziemlich ernüchternd (siehe Infokasten). Viermal war bereits in der ersten Runde Endstation, dreimal in der zweiten und viermal in der dritten. Bestes Resultat war das Erreichen des Achtelfinals in der Saison 2016/2017. In den vergangenen drei Spielzeiten scheiterten die Krandel-Kicker jeweils im Elfmeterschießen. Deshalb blickt Bragula schon ein wenig neidisch auf den VfL Stenum, der den Bezirkspokal in diesem Jahr als erstes Team des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst gewinnen konnte. „Das war beeindruckend und freut mich für meinen jungen Trainerkollegen Elias Schröder“, sagt der 51-Jährige.
Zum Auftakt des neuen Wettbewerbs ist der Landesligist beim 1. FC Ohmstede klarer Favorit. Die Gastgeber, in der vergangenen Saison Dritter der Kreisliga Jade-Weser-Hunte, haben sich durch den Gewinn des Kreispokals für die nächsthöhere Ebene qualifiziert. Die Gegnerbeobachtung überließ der VfL-Coach seinem neuen Co-Trainer Lennart Feldhus. „Das ist eine robuste Truppe, die auf Umschaltmomente und Standardsituationen setzen dürfte. Die haben einige Leute über 1,90 Meter in ihren Reihen“, berichtet Bragula über dessen Erkenntnisse. Er erwartet, dass seine Crew Tempovorteile auf den Außenbahnen hat und diese gewinnbringend einsetzen kann.
Beim ersten Pflichtspiel der neuen Saison müssen die Wildeshauser ohne Ole Schepergerdes (Knieverletzung), Finn Cordes (Fleischwunde am Fuß), David Wehrenberg (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Divan Oynak (Urlaub) und eventuell auch Michael Eberle (Fieber) auskommen.
Der Sieger der Partie trifft am Mittwoch, 5. August, 19 Uhr, in der zweiten Runde auf den SV Höltinghausen. Als klassenhöheres Team müsste der VfL Wildeshausen beim Vorjahresneunten der Bezirksliga-Staffel 4 antreten, während der 1. FC Ohmstede im Falle einer Pokalüberraschung erneut Heimrecht hätte.
Bezirkspokal unter Bragula
Saison 2014/2015: 3. Runde, VfL Wildeshausen – TSV Oldenburg 0:1
Saison 2015/2016: 1. Runde, TV Dötlingen – VfL Wildeshausen 6:3 nach Elfmeterschießen
Saison 2016/2017: Achtelfinale, SV Wilhelmshaven – VfL Wildeshausen 1:0
Saison 2017/2018: 2. Runde, TuS Frisia Goldenstedt – VfL Wildeshausen 1:0
Saison 2018/2019: 1. Runde TuS Frisia Goldenstedt – VfL Wildeshausen 6:4 nach Elfmeterschießen
Saison 2019/2020: 3. Runde, SV Brake – VfL Wildeshausen 1:0
Saison 2020/2021: 3. Runde, dann Wettbewerb coronabedingt abgebrochen
Saison 2021/2022: 3. Runde, Amasyaspor Lohne – VfL Wildeshausen 1:0
Saison 2022/2023: 1. Runde: SV RW Visbek – VfL Wildeshausen 1:0
Saison 2023/2024: 1. Runde, TuS Emstekerfeld – VfL Wildeshausen 3:1 nach Elfmeterschießen
Saison 2024/2025: 2. Runde, BV Garrel – VfL Wildeshausen 5:4 nach Elfmeterschießen
Saison 2025/2026: 2. Runde, TSV Großenkneten – VfL Wildeshausen 5:4 nach Elfmeterschießen