Die Verdächtigen im Fall des Anschlags auf die Stromversorgung des Technologieparks Adlershof wehren sich vor Gericht gegen die Auswertung ihrer Mobiltelefone und weiterer elektronischer Geräte. Eine gerichtliche Entscheidung darüber, ob die Geräte von den Ermittlern ausgewertet werden dürfen, stehe noch aus. Das sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Berlin gegenüber der Berliner Morgenpost. Zuvor hatte die „Welt am Sonntag“ berichtet.
Die Geräte waren bei einer Razzia im März beschlagnahmt worden, etwa ein halbes Jahr nach dem Anschlag. Dabei durchsuchten rund 500 Einsatzkräfte 17 Objekte, 14 davon in Berlin. Im Zentrum der Ermittlungen stehen inzwischen vier Personen im Alter zwischen 28 und 36 Jahren. Bei ihnen soll es sich um zwei Männer und zwei Frauen handeln. Alle vier sollen zur linksextremen Szene gehören.
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Die vier stehen im Verdacht, im September 2025 einen Brandanschlag auf das Stromnetz im Berliner Südosten verübt zu haben oder daran beteiligt gewesen zu sein. Der Anschlag zielte laut einem Bekennerschreiben auf den Technologiepark Adlershof. Von dem folgenden Stromausfall waren jedoch rund 50.000 Menschen und Hunderte Unternehmen betroffen. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin ermittelt unter anderem wegen verfassungsfeindlicher Sabotage.
Verdächtige auch im Fall des Anschlags auf das Stromnetz im Südwesten
Auch bei den Ermittlungen zum Anschlag auf das Stromnetz im Januar im Berliner Südwesten soll es Fortschritte geben. Wie die „Welt am Sonntag“ weiter berichtet, richten sich die Ermittlungen inzwischen gegen „konkrete Tatverdächtige“. Demnach soll es auch eine Verbindung zwischen den beiden Anschlägen geben. So gehe man in Sicherheitskreisen davon aus, dass sich die Mitglieder der mutmaßlichen Tätergruppen untereinander kennen. Bundeskriminalamt und Generalbundesanwaltschaft wollten dies gegenüber der Morgenpost vorerst nicht bestätigen.
Von dem Anschlag auf das Stromnetz im Berliner Südwesten waren rund 45.000 Haushalte und 2200 Unternehmen betroffen. Er wurde durch Brandstiftung an einer Kabelbrücke in Berlin-Lichterfelde ausgelöst. In der Folge fielen in etlichen Haushalten neben dem Strom auch die Heizungen aus, tagelang bei Minusgraden.

In dem Fall zog der Generalbundesanwalt die Ermittlungen an sich. Den Tätern wird unter anderem die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Zur Tat bekannte sich die linksextremistische „Vulkangruppe“ in einem Bekennerschreiben. Diese wurde von den Behörden als glaubwürdig eingestuft.