Diesmal hilft keine Verlängerung: Kassel Huskies verlieren gegen Landshut

Stand: 18.10.2026, 19:26 Uhr

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EC Kassel Huskies : EV Landshut56 Stepan Lukes, 11 Jake Weidner, 25 Andreas Schwarz, 27 Michael Bartuli, 74 Colton JobkeEishockey DEL 2 Saison 2026/202718.10.2026Foto: Andreas Fischer

Verkehr vorm Tor: Landshut-Goalie Stepan Lukes behält die Übersicht, Kassels Jake Weidner (hinten) und Michael Bartuli lauern. © Fischer, Andreas/Andreas Fischer

Die Overtime-Erfolgsserie der Kassel Huskies ist beendet: Gegen den EV Landshut unterlag das Team klar mit 2:4. Besonders das zweite Drittel geriet zum Fehler-Festival.

Kassel – Die Overtime-Erfolgsserie ist beendet. Nach vier Zwei-Punkte-Siegen in Folge verlieren die Kassel Huskies gegen den EV Landshut 2:4 (1:1, 0:2, 1:1).

In der Probonio Arena, in der die Medien-Arbeitsbedingungen eines Eishockey-Regionalligisten nicht würdig wären, gibt es bei den Huskies im Vergleich zum Freitag keine Rückkehrer. Also: sechs Verteidiger, elf Stürmer, Leon Willerscheid im Tor. Den ersten Schuss gibt Brendan O‘Donnell in die Fanghand von Stepan Lukes ab (3.), im ersten Powerplay schickt Trainer Petteri Väkiparta alles aufs Eis, was besondere Momente kreieren kann. O’Donnell, Matt White, Hunter Garlent, Chris Wilkie, Darren Mieszkowski – keinen Verteidiger. Den einzigen Schuss aber gibt in der zweiten Formation Lucas Dumont ab, der aktuell als Stürmer einspringt (8.).

Landshut ist bis dahin noch nicht gefährlich nach vorn gekommen. Dann aber. Gleich erfolgreich. Colton Jobke schlenzt die Scheibe einfach mal durchs Getümmel Richtung Tor, Willerscheid wehrt den ab. Doch der Puck landet direkt bei Tobias Lindberg, der im Pulk aus der Drehung trifft. Das 0:1 (8.).

Den Huskies fällt wenig ein. Aber wie das manchmal so ist, hilft der Gegner. Landshut spielt einen haarsträubenden Aufbaupass, Mieszkowski sticht da rein. So laufen Garlent und White allein aufs Tor zu, Garlent verzögert und verzögert. Die Fans schreien flehend „Schiiiiieß“. Garlent aber spielt rüber. White trifft. Der Ausgleich (12.).

Und zugleich der Wecker für die Huskies-Offensive. Die ist jetzt gefährlich. Garlent tänzelt, scheitert an Lukes (15.). Verteidiger Jimmy Martinovic zieht außerdem los und zum Tor, legt dann noch zurück. Der Pass verpasst White aber um Zentimeter (18.).

Und Landshut? Auch der EVL hat seine Möglichkeiten, selten, aber gefährlich. Tor Immo taucht frei vor Willerscheid auf, der Abschluss ist ungefährlich (17.). Anders ist es bei Lindberg der Fall, doch da ist der Huskies-Torwart stark zur Stelle (19.).

Das zweite Drittel ist dann eins der bislang schwächsten der Huskies in dieser Saison. Dabei geht es gut los. Garlent schlenzt aus spitzem Winkel, trifft Mieszkowski im Torraum an der Hand. Während der schmerzverzerrt den Arm schüttelt, fällt der Puck auf die Linie – und wird geklärt. Kein Tor, bestätigt der Videobeweis (22.).

Danach allerdings wird es ein Kasseler Fehler-Festival. Als Martinovic auf der Strafbank sitzt, schießt Immo erst an den Außenpfosten, Marc-Olivier Roy hammerhart zur 2:1-Gästeführung ins Tor (25.). Allein Lindberg könnte danach mehrfach für Landshut erhöhen, seinen Abfälscher hält Willerscheid (26.), sein Schuss nach Alleingang geht vorbei.

Vielleicht hilft den Huskies ja ein Powerplay? Das bekommen sie, als Seonwoo Park mit hohem Stock Till Michel erwischt. Da läuft die Scheibe in Überzahl mal gut, doch das Tor ist für O’Donnell wie vernagelt. Vorbei, vorbei, drüber. Landshut komplett – und erfolgreich. Wieder gibt’s erst einen Pfostentreffer (37., durch Gooch), dann am Ende einer Kasseler Fehlerkette das 3:1. Ladislav Zikmund legt ab, der Schuss von Oliver Stümpel segelt von Husky Leonhard Korus abgefälscht ins Tor (38.).

Können die Huskies dieses verkorkste Drittel aus den Knochen schütteln? Erst einmal muss Willerscheid auf dem Eis liegend gegen Immo retten (42.). Für die Huskies gibt Martinovic den Startschuss, der geht jedoch knapp vorbei.

In die eventuell aufkommende Aufholjagd hinein muss Korus auf die Strafbank. Und anders als die Huskies sind die Gäste effektiv im Powerplay. Gooch kreist rückwärtsfahrend die Blaue Linie entlang, lässt Garlent aussteigen und trifft dann zum 4:1 genau ins lange Eck (45.).

Den Huskies fällt wenig ein. Vor allem offensiv merkt man ihnen das Fehlen von Tristan Keck und Co. an. Auch eine vier Minuten lange Überzahl plätschert dahin. O‘Donnells ersten Abschluss gibt es da nach zweieinhalb Minuten. Dabei kann es ganz einfach sein. Martinovic schlenzt. Lukes lässt prallen. Mieszkowski stochert, drin das Ding! 2:4 (51.)!

Die Zeit wird knapp. Ein abgefälschter Schlenzer von Manuel Schams segelt vorbei (57.). Willerscheid geht kurz vor Schluss für eine Verzweiflungstat noch aus dem Tor. Ohne Erfolg. Aus vier Spielen mit zwei Punkten in Folge sind nun sieben ohne regulären Dreier geworden.