Dringender Wurst-Rückruf: Vorsicht bei diesem Wild-Produkt
Stand: 11.10.2026, 07:17 Uhr
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Ein Hersteller von Wild-Wurst hat einen Rückruf für eines seiner Produkte veranlasst. Die Ware kann gesundheitsschädliche Bakterien enthalten.
Erfurt – Frische Wurst von kleinen, lokalen Erzeugern – für viele Menschen ein Stück Lebensqualität, ein bewusster Kauf direkt vom Produzenten. Doch genau dieser Genuss kann in einem Fall jetzt zur Gefahr werden. Wer zwischen vergangenem Freitag (2. Oktober) und diesem Freitag (9. Oktober 2026) eine Wild-Wurst erstanden hat, sollte die gekaufte Ware unbedingt überprüfen.

Ein Wurst-Hersteller aus Mühlhausen in Thüringen hat einen Rückruf gestartet, nachdem bei einer amtlichen Probenahme hochgefährliche Bakterien nachgewiesen wurden. Es handelt sich um Verotoxin-bildende Escherichia coli (VTEC) – auch bekannt unter dem Namen EHEC. Diese Keime können schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen und in seltenen Fällen sogar zu akutem Nierenversagen führen.
Wild-Wurst im Rückruf – Produkt war ein drei Verkaufsstellen erhältlich
Konkret betroffen ist die „Wild Stracke“ des Herstellers Wilder Wand – Marcel und Elisa Wand GbR aus Mühlhausen. Das Unternehmen hat den Rückruf am Freitag (9. Oktober) in Abstimmung mit den zuständigen Behörden eingeleitet. Verkauft wurde es im Zeitraum vom 2. bis 9. Oktober 2026 an folgenden Orten:
- Hofladen Wilder Wand, Alte Dorfstraße 23, 99974 Mühlhausen, OT Hollenbach
- Obst und Gemüse Dietrich, Stätte 6, 99974 Mühlhausen
- Kartoffelfest Rockensußra (Verkaufswagen), am 4. Oktober 2026
Der Rückruf gilt laut lebensmittelwarnung.de ausschließlich für das Bundesland Thüringen (Stand: 10. Oktober). Wer die „Wild Stracke“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 08.12.2026 zu Hause hat, sollte das Produkt sofort aus dem Verkehr ziehen und nicht verzehren, heißt es in der Mitteilung des Herstellers. Dort wird zudem darum gebeten, betroffene Ware direkt an den Hersteller zurückzusenden. Die Adresse lautet: Wilder Wand; Marcel und Elisa Wand GbR; Alte Dorfstraße 23; 99974 Mühlhausen, OT Hollenbach.
Wurst-Rückruf: So hoch ist das Gesundheitsrisiko bei EHEC-Bakterien
Verotoxin-bildende Escherichia coli (VTEC) – auch als STEC oder EHEC bezeichnet – sind Darmbakterien, die bestimmte Giftstoffe (Verotoxine) produzieren können. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) reichen bereits sehr geringe Keimmengen aus, um eine Infektion auszulösen.
Wie infektionsschutz.de informiert sind typische Symptome einer EHEC-Infektion:
- Wässriger, teilweise blutiger Durchfall
- Starke Bauchkrämpfe
- Übelkeit
- Erbrechen
- In seltenen Fällen auch Fieber
Die Beschwerden treten in der Regel 2 bis 10 Tage nach der Infektion auf. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem. Bei ihnen kann die Infektion im schlimmsten Fall zu einem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) führen – einer schweren Komplikation mit akutem Nierenversagen, die laut Robert Koch-Institut (RKI) insbesondere bei Kleinkindern lebensbedrohlich verlaufen kann.
Wer das betroffene Produkt verzehrt hat und unter schweren oder anhaltenden Beschwerden leidet, sollte umgehend ärztliche Hilfe suchen und ausdrücklich auf den Verzehr des Produkts sowie eine mögliche EHEC-Infektion hinweisen. Eine vorsorgliche ärztliche Behandlung ohne Symptome wird nicht empfohlen. (Quellen: lebensmittelwarnung.de, infektionsschutz.de, Robert Koch-Institut) (sp)