Dritte Fußball-Liga FCS gegen Essen in Saarbrücken – so bereitet sich die Polizei gegen Gewaltfans vor
Saarbrücken · Start der dritten Fußball-Liga – enormer Polizeieinsatz in Saarbrücken: Wenn am Sonntag der FCS im Ludwigsparkstadion gegen Essen antritt, kommen Ermittler auch aus anderen Bundesländern, um Fans auseinanderzuhalten. Straßen werden abgeriegelt.
06.08.2026 , 12:32 Uhr
Massiver Polizeieinsatz wird für das Spiel FCS gegen RWE am Samstag in Saarbrücken vorbereitet. (Archivaufnahme)
Foto: dpa/Laszlo Pinter
Die Polizei im Saarland bereitet sich auf ihren Einsatz zum Auftakt in die dritte Fußball-Liga vor. Denn am Sonntag, 9. August, spielt der 1. FC Saarbrücken daheim gegen Rot-Weiss Essen. Da auch gewaltbereite Fans zum Spiel im Ludwigsparkstadion in Saarbrücken erwartet werden, sollen die Anhänger beider Mannschaften auseinandergehalten werden. Um die Sicherheit zu gewähren, setzen Ermittler zusätzlich Drohnen ein.
Drittliga-Fußball in Saarbrücken: Polizei will gewaltbereite Fans schon im Vorfeld trennen
Dazu sind zahlreiche Beamte im Einsatz – „zur Gewährleistung eines reibungslosen Ablaufs“, wie es dazu sachlich nüchtern im Behördendeutsch heißt. Um dies sicherzustellen, sperren Beamte Straßen und Plätze ab, wie Falk Hasenberg von der Landespolizeidirektion ankündigt. Dies führe erfahrungsgemäß zu Verkehrsproblemen in der saarländischen Landeshauptstadt sowie im Umkreis.
Wie üblich bei solchen Begegnungen, ist die Camphauser Straße entlang des Stadions dicht. Zwischen Ludwigskreisel und der A623 ist spätestens ab 14.30 Uhr mit dem Auto kein Durchkommen mehr, schreibt der Polizeisprecher in einer Mitteilung. Das dürfte sich bis nach Spielende hinziehen. Auswirkungen auf den Verkehr dürfte zudem der Marsch von Fans zwischen Hauptbahnhof, Westspange und Spielstätte mit sich bringen. Polizisten sollen die Fußgruppen zur Sicherheit begleiten. Außerdem sollten jene mit bundesweitem Stadionverbot gar nicht erst anreisen. Denn auch im weiteren Umfeld dürften sie sich nicht aufhalten, sagt Hasenberg.
Einschränkungen für Autofahrer und Fußgänger rund um den Ludwigspark
Besondere Regeln gelten außerdem für die jeweiligen FCS und RWE-Anhänger. So sei die Camphauser Straße rund um den Gästeeingang zum Ludwigspark für Heimfans tabu. Fußgänger müssen einen Umweg nehmen: Dieser führt über die Grülingsstraße und die Treppe Am Ludwigsberg/Am Schönental vorbei. Damit sich niemand unbefugt durchmogeln kann, gibt es hier Absperrungen mit Durchlasskontrollen der Polizei.
Parkplätze stehen nur eingeschränkt bereit. Um das Stadion herum, an der nahen Saarlandhalle und im benachbarten Stadtteil Rodenhof können keine Fahrzeuge abgestellt werden. Eine Ausnahme bildet ein Extra-Bereich für Gäste am Ludwigspark. Nur Anwohnern werde es gestattet, am Rodenhof zu parken. Wegen dieser Ausgangslage empfiehlt Hasenberg Zuschauern, Bus und Bahn zu nutzen. Ein Shuttle-Service sei vorgesehen.
Saar-Polizei setzt auf Unterstützung von Kollegen aus anderen Bundesländern
Wie bei früheren Spielen mit möglichem Risiko von Ausschreitungen habe die Saar-Polizei bei Kollegen aus anderen Bundesländern um Unterstützung beim Einsatz in Saarbrücken gebeten. Aus welchen Regionen Hilfe kommt, dazu gab es am Donnerstag auf SZ-Anfrage noch keine Informationen. Grundsätzlich hält sich die Polizei mit Auskünften zurück, was die Zahl der eingesetzten Beamten zu solchen Anlässen betrifft. Da wollen sich Ermittler aus taktischen Erwägungen nicht in die Karten blicken lassen.
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