Stand: 22.10.2026, 08:15 Uhr
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Der EC Peiting hat Cheftrainer Lanny Gare schon jetzt mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Gare selbst hatte so früh nicht damit gerechnet.
Peiting – Wenige Wochen nach Abschluss der Ertüchtigungsarbeiten am Eisstadion macht der EC Peiting schon wieder Nägel mit Köpfen. Dieses Mal bei seinem leitenden Angestellten. Bereits Mitte Oktober sind die Verantwortlichen zu der Erkenntnis gekommen, die Zusammenarbeit mit Lanny Gare über das Saisonende hinaus fortzusetzen. Der 48-Jährige wird auch in der Spielzeit 2027/28 als Cheftrainer an der Bande des EC Peiting stehen.
Starkes Statement des Klubs
Zu diesem frühen Zeitpunkt der laufenden Saison ist das fraglos ein starkes Statement des Klubs. „Wir haben uns seit letztem Dezember ein Bild machen können“, erläutert Teammanager Gordon Boberg. „Für uns passt er, Lanny ist fachlich sehr gut, arbeitet sehr akribisch.“ Borberg verweist aber auch auf die durch die Vertragsverlängerung entstandene Situation für Gare. „Ist für Trainer ja auch immer wichtig, dass sie in Ruhe arbeiten und die Spieler ausbilden können.“
Gare übernahm die sportlichen Geschicke des Oberligisten im Dezember 2025, als er den glücklosen John Sicinski ablöste. Seither halten sich die „Gallier“ stets in einem Bereich im oberen Mittelfeld der Oberliga Süd auf. Peiting erreichte in der abgelaufenen Saison den sechsten Rang nach der Vorrunde und musste erst in den Play-offs gegen die Hannover Indians klein beigeben. In der laufenden Runde hält der ECP Tuchfühlung zur Beletage der Südstaffel.
Ich war etwas überrascht, als Gordon Borberg letzte Woche damit ankam.
Gare selbst hatte mit dem freudigen Ereignis überhaupt nicht gerechnet. „Ich war etwas überrascht, als Gordon Borberg letzte Woche damit ankam.“ Der Coach rechnete, sofern überhaupt, erst im Winter damit. „So etwas passiert normalerweise im Dezember.“ Beschweren wird sich Gare über die vorzeitige Offerte freilich nicht. Er hat längst Gefallen an der Arbeit in Peiting gefunden. „Für mich passt es hier“, akzentuiert er das „gute Verhältnis“ zu Mannschaft, Betreuern und Fans.
Gares Familie bleibt weiterhin in Selb
Das beruht auf Gegenseitigkeit. „Er hat einen guten Draht zur Mannschaft und er hat sie auch weitergebracht“, stellt Borberg fest. Auch am Miteinander auf Entscheiderebene gibt es nichts zu rütteln. „Ich bekomme keinen Druck als Trainer, niemand mischt sich ein.“ Gares Familie bleibt dennoch weiterhin in Selb. „Meine Frau hat dort einen guten Job“, witzelt er. Im Regelfall trifft sich die Familie jedes zweite Wochenende und in den Schulferien. „Das ist eine gute Lösung“, bekennt Gare.
Aktuell wird die Übereinkunft im Verhältnis von Coach und Klub nichts verändern. Gare ist ehrgeizig, er will seine Cracks voranbringen. Die rhetorische Frage „Was ist möglich in diesem Jahr?“ möchte er unter anderem „mit Verbesserungen gegen Top-Teams“ beantwortet wissen. Bislang hatte der ECP den Gegnern aus dem obersten Regal nicht viel entgegenzusetzen. Langfristig bedeutet der neue Vertrag natürlich einiges. Gare kann viel mit den Spielern sprechen, um sie im kommenden Sommer für einen Verbleib an der Peitnach zu begeistern. Die Mannschaft weiß indes: Es geht mit Gare als Coach weiter. „So schaffen wir vielleicht noch mehr Konstanz im Kader“, so der Deutsch-Kanadier.