CSD Hamburg: 300.000 Teilnehmer beim Christopher Street Day

Eine Woche nach Anschlag :

300.000 Teilnehmer bei CSD in Hamburg

01.08.2026, 17:03Lesezeit: 2 Min.

Zur CSD in Hamburg sind laut Polizei etwa 300.000 Menschen gekommen.

Der Anschlag in Berlin ist genau eine Woche her. An diesem Samstag findet der CSD in Hamburg statt. Die queere Community zeigt Flagge.

Rund 300.000 Menschen sind in Hamburg zu einer Demonstration zum Christopher Street Day zusammengekommen. Sie versammelten sich nahe dem U-Bahnhof Lübecker Straße. Mit 60 Lastwagen als fahrende Bühnen von Unternehmen, Vereinen, Parteien und evangelischer Kirche setzte sich der Zug durch den Stadtteil St. Georg in Richtung Innenstadt in Bewegung.

Das Motto lautet: „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!“. Zum Demo-Beginn fand eine Gedenkminute für die Opfer des Anschlags auf den CSD in Berlin statt. Im vergangenen Jahr nahmen etwa 260.000 Menschen am Hamburger CSD teil. Die Demonstration fand zum 46. Mal statt.

Matthias Miersch (l., SPD), Katharina Fegebank (Grüne), Christoph Kahrmann (Hamburg Pride e.V.), Olivia Jones, Jenny Saitzek (Hamburg Pride e.V.) und Andreas Dressel (SPD) bei der Hamburger Pride am Samstag.
Matthias Miersch (l., SPD), Katharina Fegebank (Grüne), Christoph Kahrmann (Hamburg Pride e.V.), Olivia Jones, Jenny Saitzek (Hamburg Pride e.V.) und Andreas Dressel (SPD) bei der Hamburger Pride am Samstag.dpa

Die Stimmung sei friedlich und ausgelassen, sagte eine Polizeisprecherin nach Beginn der Demonstration. Es sei zu keinen Zwischenfällen gekommen. Unter den Teilnehmern waren auch mehrere Politiker von SPD und Grünen. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) und Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) liefen an der Spitze des Zuges neben Drag Queen Olivia Jones.

Hamburger Polizei hat ihr Sicherheitskonzept überarbeitet

Eine Woche nach dem tödlichen Anschlag auf eine ähnliche Veranstaltung in Berlin hat die Hamburger Polizei ihr Sicherheitskonzept überarbeitet. Es sollen doppelt so viele Beamte wie bei der Demonstration im vergangenen Jahr im Einsatz sein. „Hamburg freut sich auf einen bunten und fröhlichen CSD und setzt damit ein klares Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt in unserer Stadt“, erklärte Innensenator Andy Grote (SPD).

In Berlin hatte der islamistische Attentäter Abdul B. am vergangenen Samstag mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere vermutlich mit einer Machete attackiert. Eine Frau aus Polen starb, 31 Menschen wurden verletzt. Der 21-Jährige war am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz erschossen worden.

Der Sprecher von Hamburg Pride, Manuel Opitz, erklärte, man wolle sich durch den Anschlag nicht einschüchtern lassen. „Wir als queere Community können uns in unserem Schmerz auf dem CSD gegenseitig Kraft geben.“