Er leitet die größte Polizei-Inspektion der Stadt: Maximilian Schrödl übernimmt die Altstadt-Wache

Stand: 24.10.2026, 17:59 Uhr

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Polizeidirektor Maximilian Schrödl

Neu im Amt: Polizeidirektor Maximilian Schrödl. © Oliver Bodmer

Die PI 11 ist die Wache mit den meisten Demonstrationen. Maximilian Schrödl ist darauf vorbereitet: Er ist ein Profi fürs Einsatzmanagement und erfahren mit schwierigen Lagen.

München – Mehr als 150 Mitarbeiter, 15.400 Bewohner im Viertel, zwei Quadratkilometer, in denen 400.000 Menschen herumwuseln – im Herzen von München ist jeden Tag viel los. Mittendrin: die Altstadtwache der Polizei, die einen neuen Leiter bekommen hat. Mit Polizeidirektor Maximilian Schrödl übernimmt ein erfahrener Beamter die größte Inspektion der Stadt. Großereignisse in seinem Bereich wie die Sicherheitskonferenz, der Christopher-Street-Day oder eine Vielzahl von Demos treiben dem 45-Jährigen keine Schweißperlen auf die Stirn.

Amtseinführung PI 11: v.l.n.r. Polizeipräsident Thomas Hampel, Polizeidirektor Maximilian Schrödl, Leitender Polizeidirektor Sandro Heymig und Polizeivizepräsident Christian Huber.

Amtseinführung: (v.l.) Polizeipräsident Thomas Hampel, Maximilian Schrödl, dessen Vorgänger Sandro Heymig und Vize-Präsident Christian Huber. © Polizei

„Es gibt nirgendwo in Bayern so viele Versammlungen wie in der Münchner Altstadt“, sagt Schrödl. Im Innenministerium, in dem er zuletzt eingesetzt war, hatte er die Vize-Leitung des Sachgebiets C12 inne. Die Zahlenkombi steht für Einsatzmanagement, Krisenbewältigung und Kräftekoordination der Polizei. Zu seinen herausragenden Aufgaben zählte eine Leitungsfunktion in der bundesweiten Projektgruppe der Fußball-EM 2024: Schrödl war unter anderem für die operativen Maßnahmen an den zehn Stadien zuständig. Für ihn ging es jetzt zurück auf die Straße und mitten ins Leben. „Gerade zur rechten Zeit“, sagt er im Scherz. Er freut sich auf den Kontakt mit den Bürgern, mit den vielen Ansprechpartnern und auf die neuen Kollegen.

Gleich der erste große Einsatz bleibt für immer im Gedächtnis

Dass er mal zum Studieren zur Polizei geht, war ihm fast in die Wiege gelegt. „Mein Vater war bei der Berufsfeuerwehr und zwei meiner Onkel waren Polizisten.“ Einen Familienbezug gab es auch gleich in seinem ersten Praktikum bei der PI Neufahrn. „Beim Amoklauf 2002 waren wir die erste Streife vor Ort“, erinnert sich Schrödl. Er wusste, dass seine Schwester ganz in der Nähe ist. Ihr passierte nichts, der Einsatz in Eching und Freising zeigte ihm aber, wie die Polizeiarbeit aussehen kann. „Wir haben darüber natürlich auch vorher in der Familie gesprochen.“ Trotzdem bleibt der Amoklauf, bei dem Täter Adam Labus damals drei Menschen tötete, in Erinnerung.

Münchner Merkur- und tz-Chefredakteur Sebastian Arbinger.

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Gleiches gilt für viele Einsätze, die er beim Unterstützungskommando in Dachau miterlebt hat. Damit Schrödl die Gruppen- und Zugführung übernehmen konnte, musste er die harte USK-Ausbildung überstehen. Was er dann zum Beispiel bei Ausschreitungen in Berlin oder Leipzig erlebte, prägte die Zeit. „Es gab Momente, in denen Kollegen wirklich in Lebensgefahr waren oder verletzt wurden.“ Aber es gab auch viel Schönes: Bei den friedlichen Einsätzen der WM 2006 beispielsweise.

Das neue Revier in der Altstadt – auch hier gibt es Problempunkte. Etwa die Trinkerszene im Tal. Oder den Brennpunkt Sendlinger Tor. „Die Polizei kann keine sozialen Probleme lösen“, erklärt der verheiratete Familienvater. Aber sie kann ihren Teil dazu beitragen, für mehr Sicherheit zu sorgen. „Das geht nur zusammen.“