Neue Regeln
Flughafen München lockert Handgepäck-Regeln: Mehr Flüssigkeit erlaubt
Für Passagiere bedeutet die Neuerung vor allem mehr Komfort, weniger Wartezeit und deutlich flexibleres Packen des Handgepäcks
Markus Böhm
Am Flughafen Wien hat man sich bereits daran gewöhnt: Dort muss man dank neuer Scanner am Security-Check Flüssigkeiten und elektronische Geräte nicht mehr extra aus dem Handgepäck nehmen. Auch die ungeliebte 100-Milliliter-Regel ist damit seit Juli 2026 Geschichte.
Nun zieht der Flughafen München nach. Auch dort fällt die bisherige Beschränkung für Flüssigkeiten im Handgepäck. Ab dem 18. September dürfen Passagiere Behälter mit bis zu zwei Litern Fassungsvermögen durch die Sicherheitskontrolle mitnehmen. Möglich wird die Änderung durch moderne Computertomographen (CT-Scanner), die inzwischen an allen Kontrollspuren installiert sind.
Weniger Stress
Mit der neuen Technik müssen Reisende Flüssigkeiten, Wasserflaschen oder Laptops nicht mehr separat aus dem Handgepäck nehmen. Die CT-Scanner liefern detaillierte 3D-Bilder des Gepäcks und können potenzielle Gefahrenstoffe zuverlässig erkennen. Dadurch sollen die Kontrollen schneller und komfortabler werden.
Die 100-Milliliter-Regel war vor rund zwei Jahrzehnten nach vereitelten Terrorplänen in Großbritannien eingeführt worden. Seitdem durften Flüssigkeiten nur in kleinen Behältern und in einem transparenten Plastikbeutel transportiert werden. Diese Vorgabe entfällt nun in München weitgehend.
Was weiterhin gilt
Ganz ohne Einschränkungen geht es jedoch nicht: Flüssigkeitsbehälter mit einem Fassungsvermögen von mehr als zwei Litern müssen weiterhin im aufgegebenen Reisegepäck transportiert werden. Zudem sollten Reisende beachten, dass an anderen Flughäfen weiterhin strengere Regeln gelten können, etwa bei Umsteigeverbindungen oder auf dem Rückflug.
Der Freistaat Bayern investierte nach Angaben des Verkehrsministeriums rund 45 Millionen Euro in die Umrüstung der Sicherheitskontrollen. Die Lockerung kommt rechtzeitig vor dem Oktoberfest und soll insbesondere den erwarteten internationalen Besuchern die Anreise erleichtern. (Markus Böhm, 15.9.2026)
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