Fußball Mittwochsspiel in Münster – 1. FC Saarbrücken vor nächster Prüfung im „kleinen Hexenkessel“
Saarbrücken · Für den 1. FC Saarbrücken steht die nächste Leistungsüberprüfung an. In der englischen Woche der Dritten Liga gastiert der FCS beim Zweitliga-Absteiger SC Preußen Münster. Haben die Blau-Schwarzen die Lehren aus der 0:1-Niederlage gegen den FC Ingolstadt gezogen?
15.09.2026 , 14:32 Uhr
Wirft FCS-Trainer Argirios Giannikis die Rotationsmaschine an und bringt Stürmer Kai Brünker?
Foto: IMAGO/Jan Huebner/IMAGO/Ralf Brueck
Beim Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken steht das Thema „Lerneffekt“ weit oben auf dem Zettel von Trainer Argirios Giannikis. Die nächste Zwischenprüfung steht bereits an diesem Mittwoch beim SC Preußen Münster (19 Uhr) an. Rund 500 Saarbrücker Fans werden ihren Verein ins Preußenstadion begleiten und beobachten, wie der FCS die zweite Heimpleite in Folge weggesteckt hat.
FCS erwartet ähnliches Spiel wie gegen Ingolstadt
Die 0:1-Niederlage gegen den FC Ingolstadt vom vergangenen Samstag war ein Spiel, das die Blau-Schwarzen „auf keinen Fall“ hätten verlieren müssen, wie der Trainer betont. Die kommende Partie gegen den Zweitliga-Absteiger werde „ein bisschen identisch zu Ingolstadt“, wie Stürmer Kai Brünker findet. Auch die Preußen haben „eine sehr erfahrene Mannschaft, die sehr robust ist und eine hohe Intensität aus ihrer Fünferkette im Verteidigen hat“, analysiert Giannikis. Gegen die Schanzer bissen sich die Saarbrücker aber die Zähne aus.
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Auswärts zeigte der FCS bislang ein anderes Gesicht und steht nach zwei Spielen bei sechs Punkten. Die zwei Gesichter sind für Giannikis erklärbar. „Was man in den drei Heimspielen sieht, ist, wie die Wahrnehmung anderer Mannschaften in Bezug auf unsere Leistung und unseren Spielstil ist, dass wir maximal respektvoll betrachtet werden, dass die Mannschaften auch bereit sind, ihre Herangehensweisen auswärts zu ändern“, erklärt der 46-Jährige: „Es geht einfach darum, aus diesen Elementen zu lernen.“
Rotiert Giannikis? – „Frisches Blut tut immer gut“
Nach der ersten Heimpleite gegen Hansa Rostock (2:4) setzte der gewünschte Lerneffekt ein. Der FCS gewann das darauffolgende Spiel beim Aufsteiger SV Meppen mit 6:1. Doch gegen Münster wird die Aufgabe deutlich größer. Das Team von Thomas Wörle hat durch zwei Siege in Folge gegen den TSV Havelse und beim VfB Stuttgart II (jeweils 2:1) ordentlich Selbstvertrauen getankt. Damit schoben sich die Adler vorbei am FCS (Platz 4, neun Punkte) auf Rang drei (10 Punkte). Wörle attestierte seinem Team in Stuttgart einen „Mentalitäts-Sieg“ und lobte vor allem den Kampfgeist.
„In Münster, das sind immer sehr eklige Spiele. Das ist ein kleiner Hexenkessel“, ordnet Brünker die Auswärtsaufgabe ein. Der Stürmer ist einer der Kandidaten, der am Mittwoch in der Startelf stehen könnte. Dafür dürfte der bislang noch torlose Alexander Staff erstmals eine Pause bekommen. „Wir haben einen breiten Kader, was das Niveau und die Leistungsdichte angeht. Vielleicht bekommt der ein oder andere die Chance“, hofft Calogero Rizzuto: „Frisches Blut tut immer gut, gerade in der englischen Woche.“ Auch der Außenverteidiger steht für seinen ersten Startelfeinsatz der Saison bereit.
Eine Veränderung auf dem Flügel ist ebenfalls denkbar. Für Kelsey Owusu könnte Maurice Multhaup beginnen, bei dem sich der Verdacht auf Nasenbeinbruch nach einem elfmeterwürdigen Foul aus dem Ingolstadt-Spiel nicht bestätigt hatte. Zurück auf dem Platz nach seiner Wadenverletzung war am Montag auch Sebastian Vasiliadis. Eine Option für das Spiel am Mittwoch ist der Mittelfeldspieler nach zwei Wochen Pause laut Giannikis allerdings noch nicht. Unabhängig vom Personal soll in Münster der gewünschte Lerneffekt eintreten, damit der FCS auch weiterhin auswärts maximal punktet und ganz vorne mitmischt.
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