Frankfurt: 70-Jährige soll auf Ex-Freundin ihres Sohnes eingestochen haben

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Attacke am Eisernen Steg in Frankfurt 70-Jährige soll auf Ex-Freundin ihres Sohnes eingestochen haben

Eine 70 Jahre alte Frau sitzt wegen Verdachts auf versuchten Mord in Untersuchungshaft. Sie soll in Frankfurt mit einem Messer auf die Ex-Freundin ihres Sohnes eingestochen haben.

Im Bildvordergrund das Geländer einer eisernen Brücke mit vielen Schlössern Im Hintergrund die Frankfurter Skyline und dazwischen die Mainpromenade.

Die Attacke soll sich am Mainufer in Höhe des Eisernen Stegs ereignet haben. Bild © imago

Eine 70-Jährige soll am Sonntagnachmittag am Mainkai in Frankfurt eine 37 Jahre alte Frau mit einem Messer angegriffen haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch mit. Bei dem Opfer handelt es sich den Angaben zufolge um die Ex-Freundin des Sohnes der Verdächtigen.

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Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)| zur Audio-Einzelseite

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Gegen Mutter und Sohn wurde Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung erlassen.

Der Angriff soll sich in der Nähe des Eisernen Stegs ereignet haben – mitten in der Frankfurter Innenstadt, wo am Sonntagnachmittag zahlreiche Menschen unterwegs waren. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll die 70-Jährige die 37-Jährige von hinten an den Haaren gezogen und anschließend mit einem Messer attackiert haben.

Zwei Männer stoppen Angreiferin

Ein Begleiter der Frau und ein weiterer Passant hätten die Angreiferin gestoppt und festgehalten bis die Polizei kam. Die 37-Jährige erlitt oberflächliche Schnittverletzungen am Hals und im Gesicht.

Das Opfer und die Tatverdächtige kannten sich bereits vor dem Angriff. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte die Frau zuvor bereits gerichtliche Kontakt- und Annäherungsverbote gegen ihren 47 Jahre alten Ex-Partner und dessen Mutter erwirkt.

Waffe mit Munition gefunden

Der 47-Jährige wurde am Montagabend festgenommen. Bei der Durchsuchung seines Autos fanden Ermittler nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine scharfe Schusswaffe, Munition und ein Messer. Wenige Stunden zuvor soll er mit seinem Auto in Richtung der Wohnung seiner Ex-Freundin gefahren sein, dann jedoch umgekehrt sein.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen soll die 70-Jährige das Opfer im Auftrag ihres Sohnes ausgespäht haben. Der 47-Jährige selbst soll sich während des Angriffs nicht am Tatort aufgehalten haben. Motiv war offenbar, dass der 47-Jährige Ex-Freund mit der Trennung nicht klargekommen ist.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte der hessenschau, möglichweise sei durch die zügigen Ermittlungen ein weiterer Femizid verhindert worden.