Stand: 15.09.2026, 19:00 Uhr
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Der September fügt sich nahtlos in das bislang wärmste Jahr seit Wetteraufzeichnung in Hessen ein. Droht uns genau deshalb ein bitterkalter Winter?
Offenbach – Seit Messbeginn war es in diesem Jahr der heißeste Sommer jemals in Hessen. Im Schnitt waren die Sommermonate 3,7 Grad wärmer als der Referenzwert. Zwei Hitzewellen rollten über Hessen, Tage mit Temperaturen weit über 30 Grad waren Normalität.
An einen tiefen Wintereinbruch ist auch deshalb momentan nur schwer zu glauben. Doch eine Bauernregel sagt genau das voraus. Denn: Wenn der September zwei Grad über dem durchschnittlichen Wert liegt, erwartet uns anschließend ein bitterkalter und schneereicher Winter.
Der September ist bislang durchaus ein warmer Monat. In den kommenden Tagen soll die Höchsttemperatur sich wieder in Richtung der 25-Grad-Marke orientieren, teilweise diese sogar knacken. Im 10-Tages-Trend des Deutschen Wetterdienstes sind an der Beispielrechnung für Wiesbaden auch die Tiefstwerte überwiegend zweistellig. Meteorologen gehen sogar davon aus, dass im Laufe des September auch die 30-Grad-Marke noch geknackt werden kann, also auch im September uns noch Hitzetage erwarten.
Bereits Anfang August
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Kalter Winter möglich – aber unabhängig von aktueller Lage
Müssen wir uns in Hessen laut der Bauernregel nach einem überdurchschnittlich warmen September also auf Schneechaos und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt im Winter einstellen? Laut Wetter-Experten ist das zwar durchaus möglich, stünde aber nicht in Zusammenhang mit einem zu warmen September.
„Ein einzelner warmer Monat sagt nichts über die kommenden Wintermonate aus. Die Atmosphäre hat schlicht kein so langes Gedächtnis. Ob es kalt und weiß wird, entscheiden ganz andere Dinge“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Die Zwei-Grad-Regel ist ein netter Aufhänger, mehr aber nicht.“
Wirklich aussagekräftig ist die Vorhersage nur für die kommenden Tage in Hessen. Laut DWD müssen die Menschen in der Nacht auf Mittwoch und tagsüber mit Gewittern, lokalem Starkregen sowie kleinkörnigem Hagel und Sturmböen rechnen. Am Donnerstag bleibt es größtenteils niederschlagsfrei, am Freitag sind wieder einzelne Schauer möglich – alles bei Höchsttemperaturen um 21 Grad. (esa)