BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen
Der Kulturstaatsminister will Gedenkstätten zur Erinnerung an NS- und SED-Verbrechen stärken. Die Hälfte der zusätzlichen Mittel ist für die Projektförderung vorgesehen.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, epd,
voi
- August 2026, 17:42 Uhr
Ihr Browser unterstützt die Wiedergabe von Audio Dateien nicht. Download der Datei als mp3: https://zon-speechbert-production.s3.eu-central-1.amazonaws.com/articles/23250af8-ee30-43ee-b573-ab0ed41faf66/full_ae3c294a9d6c0da634ae534d6e76f8d084c7cb06cdb93631401e0ea73cc6c171394cfa0c214ed27166122e99826ffaf4.mp3
110 KommentareGedenkstätten, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus und die SED-Diktatur erinnern, sollen im kommenden Jahr zusätzlich zehn Millionen Euro erhalten. Wie Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) in Berlin mitteilte, ist die Hälfte der Summe für die Förderung von Projekten vorgesehen. Die andere Hälfte soll bereits vom Bund geförderten Gedenkstätten zugutekommen – etwa um gestiegene Personal- und Sicherheitskosten zu finanzieren.
Voraussichtlich ab September können die Gedenkstätten Anträge auf Projektförderung stellen. Die Ankündigung gilt allerdings nur, wenn der Entwurf zu Weimers Etat in den Haushaltsverhandlungen so durchgeht. Unterstützt werden sollen Vorhaben zum Erhalt historischer Orte, zur Digitalisierung und zur digitalen Vermittlung sowie zur Bildungsarbeit und anwendungsbezogenen Forschung.
»Gerade in einer Zeit, in der Desinformation und Geschichtsverfälschung zunehmen und die Stimmen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verstummen, braucht unsere Erinnerungskultur starke Erinnerungsorte«, sagte Weimer. Wer historische Fakten leugne oder Gedenkstätten angreife, relativiere die deutsche Geschichte und diffamiere die Opfer von Gewalt und Unterdrückung. »Deshalb stärken wir die Gedenkstätten nicht nur in ihrer Bildungs- und Vermittlungsarbeit, sondern unterstützen sie auch dabei, ihre Beschäftigten, ihre Besucherinnen und Besucher sowie die historischen Orte selbst wirksam zu schützen«, sagte der Minister.