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Wohnhaus stark beschädigt Geldautomat in Fürth gesprengt - Fluchtauto in Amsterdam gesichtet
In einer Bankfiliale im Odenwald haben Unbekannte einen Geldautomaten gesprengt, aber anscheinend keine Beute gemacht. Die mutmaßlichen Täter flohen wohl nach Amsterdam.
Die Polizei fahndete mit einem Großaufgebot nach den Tätern. Bild © picture-alliance/dpa
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00:38 Min.|28.07.26|Helene Wilke
Bild © hessenschau.de| zur Audio-Einzelseite
Unbekannte haben am frühen Dienstagmorgen gegen 4.30 Uhr in Fürth (Bergstraße) in einer Bankfiliale einen Geldautomaten gesprengt.
Beute machten sie jedoch offenbar nicht, wie die Polizei berichtete: "Nach derzeitigem Ermittlungsstand gelang es den Tätern nicht, an die im Automat befindlichen Geldkassetten zu gelangen."
Wie viele Tatverdächtige beteiligt waren, war zunächst nicht bekannt. Zeugen berichteten von zwei Männern. Die mutmaßlichen Täter seien nach der Sprengung in einem dunklen Auto geflüchtet.
Fluchtauto in Amsterdam gesichtet
Das bei der Tat in Fürth verwendete Fluchtauto sei im Tagesverlauf im niederländischen Amsterdam in eine Verfolgungsjagd mit der dortigen Polizei verwickelt gewesen und anschließend verunfallt, sagte ein Sprecher der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.
Das zuvor in Fürth verwendete Fluchtauto sei im Tagesverlauf im niederländischen Amsterdam in eine Verfolgungsjagd mit der dortigen Polizei verwickelt gewesen und anschließend verunfallt, sagte ein Sprecher der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.
Die Insassen seien geflüchtet. Nach ihnen werde mit einem Hubschrauber, Drohnen und Spürhunden gesucht.
Im Umkreis von 100 Metern um das Fahrzeug wurden mehrere Wohnungen und ein Pflegeheim evakuiert, weil zunächst nicht klar war, ob sich noch Sprengstoff in dem Wagen befand.
Niederländische Automatensprenger-Banden sind seit Jahren immer wieder in Deutschland aktiv. Bei der Verfolgung arbeiten die Polizeibehörden beider Länder zusammen.
Haus beschädigt, aber nicht einsturzgefährdet
Die Fürther Bankfiliale befindet sich im Erdgeschoss eines Wohnhauses. Eine Anwohnerin berichtete der hessenschau, sie sei von dem Knall aus dem Schlaf gerissen worden und habe dann mehrere Personen weglaufen sehen.
Das Gebäude wurde durch die Sprengung "erheblich beschädigt", so die Polizei. Einsturzgefährdet sei es jedoch nicht. Unter anderem wurde eine Wasserleitung zerstört. Die Bewohner hätten das Gebäude unverletzt verlassen können.
Die Feuerwehr löschte zudem ein kleineres Feuer in dem Bankgebäude. Die Heppenheimer Straße zwischen Ellenbacher Straße und Kröckelbacher Straße wurde vorübergehend voll gesperrt. Kräfte des Hessischen Landeskriminalamtes kamen zum Tatort.