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Gemini 3.5 Pro könnte laut anonymen Google-Mitarbeiter:innen schon deutlich weiter und fortschrittlicher sein. Allerdings sorgen interne Beschränkungen dafür, dass die KI-Entwicklung ins Hintertreffen gerät. Was sie kritisieren.
Im Mai 2026, auf der Google I/O, hatte der Suchmaschinenriese seine neuen KI-Modelle vorgestellt. Während Gemini 3.5 Flash direkt erschien, sollte die Pro-Version des Modells wenige Wochen später im Juli folgen. Doch seither wird der Release immer wieder verschoben. Einen neuen Veröffentlichungszeitraum gibt es derzeit nicht. Laut Bloomberg und internen Quellen liegt das daran, dass die KI weit hinter den Erwartungen des Unternehmens zurückbleibt.
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Die Probleme mit Gemini 3.5 Pro
Ende Juni soll Google die Trainingsdaten von Gemini 3.5 Pro aktualisiert haben, um die Fertigkeiten des Modells zu verbessern. Allem voran beim Coding soll die KI deutlich hinter der Konkurrenz von Anthropic und OpenAI zurückliegen. Und selbst nach der Aktualisierung der Trainingsdaten sind die Resultate laut anonymen Mitarbeiter:innen noch unterwältigend.
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In einem Statement gegenüber Bloomberg betonte das Unternehmen, dass es eine Vielzahl von Modellen über ein breites Spektrum veröffentlicht und sie dabei für Kund:innen kosteneffizient hält. Aktuell würde Google Gemini 3.5 Pro mit ausgewählten Partner:innen testen und aktiv mit der US-Regierung zusammenarbeiten, um Modelltests und Richtlinien für KI im Allgemeinen voranzutreiben.
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Warum Google-Angestellte frustriert sind
Intern sollen die Verschiebungen und Probleme rund um Gemini 3.5 Pro für Frust bei den Angestellten sorgen. Demnach fürchten die Mitarbeiter:innen, dass das Unternehmen den Anschluss im KI-Rennen verlieren könnte. Die Verschiebungen sollen auch an den verschiedenen Interessensgruppen innerhalb des Unternehmens liegen, die mit ihren unterschiedlichen Ansichten die Arbeit an KI-Modellen erschweren und verlangsamen.
Demnach hat Google 2022 nach der Veröffentlichung von ChatGPT einen Code Red innerhalb des Unternehmens ausgerufen. Dadurch wurden einige bürokratische Hürden abgebaut, um die KI-Entwicklung voranzutreiben. Jetzt, da der Code Red nicht mehr gilt, ist KI nur Teil des alltäglichen Arbeitens und damit einer von vielen Bereichen bei Google. Dadurch haben wieder mehrere Abteilungen Mitspracherecht, wenn es um die Entwicklung der Modelle, Ziele und die nötigen Mittel dafür geht.
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Gerade Google-Entwickler:innen sollen von den internen Machtstrukturen genervt sein. Nur einige Teams dürfen überhaupt externe Tools wie Claude von Anthropic nutzen, um ihre Arbeit zu beschleunigen. Dazu zählen primär Google-Forscher:innen und solche mit hochpriorisierten Projekten. Alle anderen werden angehalten, Googles eigene KI-Tools zu nutzen. Das führt allerdings laut den Insider:innen dazu, dass sich die Teams um Rechenleistung streiten. Wer nicht schnell genug ist, stößt auf Kapazitätsgrenzen.
Um den Problemen Einhalt zu gebieten, soll Google schon erste Maßnahmen ergriffen haben. Chief-AI-Architect Koray Kavukcuoglu arbeitet dafür mit dem Hauptentwickler-Team zusammen, um die Coding-Tools des Unternehmens zu konsolidieren und allen zugänglicher zu machen. Zudem wurden interne Richtlinien gelockert, die vorsahen, dass der Großteil des Codes von Menschenhand geschrieben werden muss. Laut Google selbst wird mittlerweile rund 75 Prozent des Codes des gesamten Unternehmens von einer KI generiert und von Menschen im Nachgang bearbeitet und abgesegnet.
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