Gibt er jetzt sein Debüt?
In Lyon schwärmen alle von Nati-Neuling Athekame
Zachary Athekame sorgt in der Ligue 1 für Furore! Der Rechtsverteidiger glänzte beim 4:0-Sieg gegen Rennes mit Tor und grandioser Vorlage. Nun freut er sich auf das Nati-Camp.
Publiziert: 19:09 Uhr
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Aktualisiert: 20:23 Uhr
Tim GuilleminRedaktor Sport
Glücklich und entscheidend, Zachary Athekame! Der Genfer Aussenverteidiger brachte das mit 43.000 Zuschauern gefüllte grosse Parc-OL-Stadion in Lyon am Samstagabend zum Toben. OL hat Stade Rennais mit 4:0 vom Platz gefegt und seinen guten Saisonstart (5 Spiele, 11 Punkte) bestätigt. Athekame konnte einmal mehr glänzen. Sein Tor zum 3:0 entstand nach einer schönen Mannschaftsaktion, und sein präziser Vorstoss, gefolgt von einer hervorragenden Flanke, ermöglichte es seinem Captain Corentin Tolisso, das vierte Tor für Lyon zu erzielen. Eine sehr gute Leistung, die von Paulo Fonseca gelobt wurde.
Er hat sich sehr schnell einen Stammplatz erkämpft
Von Blick auf den Genfer angesprochen, zögerte der portugiesische Trainer nicht lange, seinem Aussenverteidiger ein Kompliment zu machen. «Er verteidigt sehr gut, ist hinten sehr solide. Und im Angriff ist er sehr gefährlich. Er ist wirklich ein Spieler, den ich sehr schätze, ein sehr vielseitiger Spieler», freut sich der Trainer, der auch seine Einstellung lobt. «Er ist sehr konzentriert und sehr engagiert. Ich bin wirklich zufrieden mit seinen Leistungen.»
Worte, die den Respekt widerspiegeln, den der Genfer geniesst, der die Konkurrenz in Lyon sehr schnell ausgeschaltet hat. Der Stammspieler auf dieser Position vor seiner Ankunft, Ainsley Maitland-Niles, wechselte in den letzten Tagen der Transferperiode den Verein – ein Beweis dafür, dass OL mit Athekame keine Bedenken hatte, der in Lyon genau das bekommen wird, was er gesucht hat: Einsatzzeit auf hohem Niveau.
«Ich bin natürlich zufrieden mit meinem Start. Die Statistiken sind gut, aber das Wichtigste ist, zu gewinnen», gibt der Genfer zu, der in fünf Liga-Spielen bereits zwei Tore und zwei Vorlagen verbuchen konnte. Er ist vom AC Mailand ausgeliehen, wo er bis 2030 unter Vertrag steht und hat sich in Lyon bereits einen Platz im Herzen der Fans erobert, die ebenso wie das gesamte Vereinsumfeld von ihm begeistert sind. Nach dem erfolgreichen Auftakt in Frankreich geht es für Athekame zumindest zwischenzeitlich in Richtung Osten.
Eine sehr kurze Erfahrung mit der Schweizer A-Nationalmannschaft
Nun steht die Länderspielpause an, die der Genfer mit der Schweizer A-Nationalmannschaft und nicht mit der U21 bestreiten wird, für die er bereits 17 Länderspiele bestritten hat. Im Interview mit dem «Blick» nach diesem schönen und deutlichen Sieg gegen Rennes brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, am Montag nach Belek zu fliegen, wo sich die Nati auf ihr Auswärtsspiel in Nordmazedonien vorbereiten wird. «Ich freue mich sehr, für die A-Nationalmannschaft nominiert worden zu sein, und gehe mit grosser Begeisterung und viel Selbstvertrauen dorthin», erklärte er, der bereits einmal, im Oktober 2025 in Slowenien, nominiert worden war.
Damals war er jedoch erst in letzter Minute nach Ljubljana gereist, um den verletzten Isaac Schmidt zu ersetzen, und kam nicht zum Einsatz. Er hat daher noch kein Länderspiel für die A-Nati bestritten und war zuvor noch nie offiziell in einem endgültigen Kader nominiert worden. Das hat sich nun geändert.
«Das ist für mich eindeutig ein Meilenstein, und ich möchte zeigen, was ich kann – ohne Druck, aber mit viel Entschlossenheit», erklärt er, der sowohl als Rechtsverteidiger in einer Viererkette als auch als Aussenverteidiger in einem System mit drei Innenverteidigern spielen kann. «Ich bin bereit und möchte schon unter der Woche zeigen, dass ich da bin und was ich kann. Danach stehen vier Spiele an, mal sehen, wie sich der Trainer entscheidet. Aber er kann auf mich zählen, das ist sicher.»
Nach Silvan Widmer ist ein Platz zu besetzen
Der Rücktritt von Silvan Widmer aus der Nationalmannschaft läutet eine neue Ära bei der Nati hinten rechts ein. Trainer Murat Yakin hat für die Nachfolge zwei junge Spezialisten aufgeboten: Sascha Britschgi und ihn. Nicht zu vergessen Denis Zakaria, der zwar lieber im Mittelfeld spielt, aber auf dieser Position eine gute Weltmeisterschaft absolviert hat.
«Der Abgang von Silvan Widmer bietet natürlich mehr Möglichkeiten, und ich möchte diese Chance nutzen, aber das entscheidet sich auf dem Platz», versichert er und kann es kaum erwarten, ins Flugzeug in Richtung Türkei zu steigen und seine neuen Teamkollegen wiederzusehen, darunter zahlreiche Genfer: Denis Zakaria natürlich, aber auch Johan Manzambi, Zeki Amdouni und Nati-Neuling Winsley Boteli. «Das ist toll, wir werden für Stimmung sorgen!», lacht er herzlich.
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