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Hessen am Abend
Immer mehr Eichenprozessionsspinner - und Boy George sorgt für verwirrte Gesichter
Ein Traumjahr für Eichenprozessionsspinner, Prozess um "Edelschleusungen" beginnt und Boy George stürmt wütend von Bühne im Waldstadion. Das und mehr gibt es in Sven-Oliver Schibats Blick auf den Tag.
Bild © Sven-Oliver Schibat (hr) (Archiv), picture-alliance/dpa (Archiv), Bundespolizei Hessen / RLP / Saarland (Archiv), Collage: hessenschau.de
Als ich heute Morgen das Haus verließ, begegneten mir Menschen, die ich um diese Uhrzeit schon gar nicht mehr gewohnt war: Schülerinnen und Schüler. Sie wirkten alle nur so bedingt begeistert, was ich gut verstehen kann.
Wenn ich mich richtig erinnere, fand ich die Rückkehr in den Schulalltag auch immer eher so mittelmäßig gut. Was allerdings nicht an meinen Mitschülerinnen und Mitschülern lag (die waren alle super!), sondern eher an der Doppelstunde Mathe, mit der die Woche begann.
Mindestens eine Familie wird eine Urlaubsanekdote wohl ziemlich oft erzählen müssen. Nämlich die Familie, die sich auf der Rückfahrt aus Italien bei der Polizei in Osthessen meldete, weil ihr Fahrzeug eher ungewöhnliche Geräusche von sich gab: Es miaute nämlich.
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00:35 Min.|hessenschau.de
Bild © hessenschau.de| zur Audio-Einzelseite
Da sich unter den Passagieren keine Katze befand, war das nicht normal. Es stellte sich heraus, dass sich vermutlich noch in Italien im Unterboden des Fahrzeugs ein Katzenbaby versteckt hatte, das dort nicht mehr aus eigenen Kräften herauskam. Die gute Nachricht: Das Tier konnte befreit werden, es geht ihm gut, und es hat wohl auch bereits ein neues Zuhause gefunden. Willkommen in Hessen, kleine Katze!
Unsere heutige Momentaufnahme zeigt Burg Ehrenfels und den Binger Mäuseturm am Rhein - oder was davon übrig ist. Das Foto stammt von hessenschau.de-Nutzerin Sabine Heilmann.
Bild © Sabine Heilmann
Und so geht es hier weiter:
- Diese Städte leiden besonders unter dem Eichenprozessionsspinner
- Prozess um "Edelschleusungen" von Ausländern beginnt
- Nach fünf Stunden Feiern stürmt Boy George wütend von der Bühne
- Weitere Themen des Tages
- Blick über den Tellerrand
- Streaming-Tipp: RIDE – Reitsport zwischen Wettkampf, Glamour und Tierwohl
- Podcast-Tipp: Essen
- Eins noch ...
Diese Städte leiden besonders unter dem Eichenprozessionsspinner
Seit Jahren wird immer wieder vor einer Raupe gewarnt: Die giftigen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners enthalten ein Nesselgift, das beim Menschen schwere Haut- und Atemwegsreaktionen auslöst. Man sollte sich daher unbedingt von ihm fernhalten.
Da das Tier ein großer Fan von Wärme und Trockenheit ist, ist 2026 ein regelrechtes Traumjahr für Eichenprozessionsspinner.
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01:01 Min.|Michelle Goddemeier
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In Gießen erklärte eine Stadtsprecherin, dass die Population in diesem Jahr "extrem explodiert" sei. In Kassel hat sich die Zahl der betroffenen Bäume gegenüber dem Vorjahr nahezu verzehnfacht. Auch in Fulda war der Mehraufwand für die Beseitigung der Raupen besonders hoch – unter anderem wegen des Hessentags.
Wie es in Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und in Hessens Staatsforst aussieht, erfahren Sie hier.
Prozess um "Edelschleusungen" von Ausländern beginnt
Ein 54 Jahre alter Rechtsanwalt aus Frankfurt soll "federführend eine Infrastruktur zur Schleusung von überwiegend wohlhabenden Ausländern in die Bundesrepublik" aufgebaut haben. Zusammen mit weiteren Beteiligten soll er Menschen aus China, Vietnam, dem Iran, dem Irak, dem Sudan und der Türkei in mindestens 20 Fällen bis 2023 für jeweils 20.000 bis 35.000 Euro nach Deutschland geholt haben.
Wie genau das funktionierte, erfahren Sie in diesem Artikel.
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00:39 Min.
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Die mutmaßliche Schleuserbande war bereits im April 2023 aufgeflogen. Seit heute stehen außer dem 54-Jährigen noch zwei Frauen und ein weiterer Mann vor dem Landgericht Frankfurt. Der Fall hatte schon damals Aufsehen erregt, weil die pfälzische Stadt Pirmasens offenbar auf die mutmaßlichen Betrüger hereingefallen war und ihnen Wohnungen verkauft haben soll.
Bis in den kommenden Januar hinein wurden 24 Verhandlungstermine angesetzt.
Nach fünf Stunden Feiern stürmt Boy George wütend von der Bühne
Am Samstag wurden in Frankfurt die 80er-Jahre zelebriert: 28.000 Menschen kamen, um im Deutsche Bank Park unter anderem Kim Wilde, Alphaville und Boy George zu sehen. Ich wusste bis zu dieser Veranstaltung gar nicht, wie viel Kleidung in Neonfarben noch hergestellt wird ...
Die Stimmung im Stadion war bestens, bis Boy George auf die Bühne kam. Wobei sie da auch noch hervorragend war. Sie kippte aber etwas, als er die Bühne nach etwas mehr als zwei Songs überraschend wieder verließ.
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00:48 Min.|Alexandra Müller-Schmieg
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Weil der Künstler offenbar Probleme mit dem Knopf in seinem Ohr (dem sogenannten In-Ear-Monitor) hatte, versuchte er es erst unplugged ohne Musikbegleitung und stürmte dann ohne weitere Erklärung mit einer kurzen Verabschiedung von der Bühne.
Publikum und Band waren irritiert, es gab Pfiffe und Buhrufe – doch der DJ des Abends konnte die Stimmung retten. Spätestens bei Holly Johnson, dem letzten Act des Abends, feierten dann alle wieder mit. Den ganzen Konzertbericht von meiner Kollegin Alexandra Müller-Schmieg gibt es hier.
Weitere Themen des Tages
- Auch in diesem Jahr starten die hr-Bigband und das hr-Sinfonieorchester unter freiem Himmel in die Saison. Zum kostenlosen Europa Open Air werden wieder Tausende an der Weseler Werft in Frankfurt erwartet. Was Sie vor dem Besuch wissen müssen.
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01:01 Min.|hessenschau.de (Anna Lisa Lüft)
Bild © hessenschau.de| zur Audio-Einzelseite
- Das hat ordentlich gescheppert: Mit einem gestohlenen Auto sind Unbekannte in Limburg in die Eingangstür eines Juwelierladens gekracht, um anschließend die Auslagen zu plündern. Zeugen beobachteten den offenbar gut geplanten Einbruch.
- Ritsu Doan als halber Zehner, Jean-Mattéo Bahoya als zweite Spitze, Ansgar Knauff als Rechtsverteidiger: Unter Eintracht-Trainer Adi Hütter verändert sich einiges. Auffällig dabei: Flügelstürmer müssen sich anderweitig orientieren.
Ein kurzer Blick über den Tellerrand
- Mit der geplanten Steuerreform will Finanzminister Klingbeil (SPD) Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen entlasten. Doch sein erster Entwurf, der bereits in Berlin kursiert, sorgt für scharfe Kritik - auch vom Koalitionspartner.
- Der Mangel an Wohnraum lässt die Mieten in Deutschland deutlich steigen, zeigen Daten der Pfandbriefbanken - am stärksten in Düsseldorf. In Berlin wird weiter über die Enteignung von Wohnungskonzernen diskutiert.
- Deutschland verliert seine Jugend: Der Anteil junger Menschen bleibt auf einem historisch niedrigen Niveau. Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes. Besonders in Ostdeutschland fehlen junge Leute.
Streaming-Tipp: RIDE – Reitsport zwischen Wettkampf, Glamour und Tierwohl
Es geht um Sekunden und Zentimeter: Im Springreiten entscheiden oft Hundertstel über Sieg oder Niederlage. Die vierteilige Dokuserie "Ride" begleitet Deutschlands erfolgreichste Springreiterinnen und Springreiter mit ihren Pferden auf dem Weg zum sportlichen Höhepunkt der Saison.
Sie zeigt dabei nicht nur die großen Momente des Sports, sondern auch die Schattenseiten: Verletzungen von Mensch und Tier, öffentliche Kritik, den wirtschaftlichen Druck des internationalen Spitzensports und die ständige Gratwanderung zwischen Leistung, Verantwortung und Tierwohl.
Zudem geht das Format der Frage nach, welches Paar es in den WM-Kader schafft und am Ende die Pferdesportnation Deutschland vor der Welt repräsentiert. Alle vier Folgen von "Ride" gibt es in der ARD Mediathek.
Externer Inhalt Ende des externen InhaltsPodcast-Tipp: Essen
Alina Bronsky kam mit 13 Jahren aus der damaligen Sowjetunion nach Deutschland. Wenn sie von Borschtsch, Quarkauflauf, Hafergrütze, Frikadellen, Eiswürfeln, Früchtebrot oder einer Stulle erzählt, geht es immer um konkrete Lebensabschnitte und die Menschen darin.
So ist "Essen" eine Art kulinarische Biografie geworden. Jeder könne über Essen schreiben, meint Alina Bronsky, es sei schließlich so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Das Buch "Essen" erschien 2025 und ist jetzt als fünfteiliger Podcast in ARD Sounds verfügbar. Gelesen wird das Werk dort von der Autorin selbst.
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Ende des externen InhaltsEins noch ...
Ein Freizeitpark ist schon lange mehr als nur eine Ansammlung von Fahrgeschäften, für die man nicht noch einmal extra bezahlen muss. Es sind gigantische Multimillionen-Erlebniswelten mit aufwendigen Designs, die einen für ein paar Stunden an einen anderen Ort außerhalb unserer Welt transportieren sollen. Dabei kommen oft aufwendige Technologien aus der Filmwelt zum Einsatz. Es werden Roboter dafür gebaut und Berge von Spielzeug, Kleidung und Stofftieren für die Park-Shops produziert.
Bruno Ferrin geht mit seinem Park einen ganz anderen Weg – und das schon seit Jahrzehnten. Bei ihm gibt es so einen Firlefanz nicht. Genau genommen gibt es bei ihm noch nicht einmal Strom für die Fahrgeschäfte.
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Ende des externen InhaltsIch wünsche Ihnen einen schönen Abend. Bis morgen!
Ihr Sven-Oliver Schibat (möchte Ihnen die Katzen der hr3-Kolleginnen vorstellen)
Sven-Oliver Schibat Bild © hr/Jan-Niclas Grömling