Hessen am Morgen Fast 100 Paar Badelatschen aus Freibad Fürth gestohlen
Jetzt live: Was in der Nacht passiert ist, was heute wichtig wird – und alles, was Hessen bewegt. Wir starten mit Ihnen in den Dienstag.
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Fuldaer "Schimmelreiter" neunfach für Musical-Preis nominiert
Im Sommer war das Musical "Schimmelreiter" zum ersten Mal auf der Bühne in Fulda zu sehen. Nun wurde die Produktion gleich neunfach für den Deutschen Musical Theater Preis nominiert, unter anderem für die beste Uraufführung, beste Komposition und bestes Buch.
Ins Rennen um den Musical-Preis gehen insgesamt 19 Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch die Brüder Grimm Festspiele Hanau sind mit "Tischlein, deck dich!" zweimal nominiert, darunter Sophia Euskirchen als beste Hauptdarstellerin.
Wer die Preise am Ende gewinnt, entscheidet sich am 16. November in Berlin.
Flugblätter gegen Bürgermeister verteilt - Staatsschutz ermittelt
In Elz (Limburg-Weilburg) ermittelt der Staatsschutz nach einer Flugblatt-Aktion. Es geht um verteilte Flyer, die die Wahl des aktuellen Bürgermeisters Matthias Schmidt (CDU) 2023 mit der Machtergreifung der Nazis 1933 gleichsetzen.
Hintergrund ist ein Antrag der CDU. Darin fordert sie, die Gemeinde müsse sich mit Zoll, Finanzamt, Polizei, Arbeitsamt austauschen, um zu überprüfen, ob sämtliche Gesetze und Regelungen bei zugezogenen Großfamilien aus dem EU-Ausland - vornehmlich aus Bulgarien - eingehalten würden.
Dieser Antrag hatte zu Diskussionen wegen Rassismus im Parlament geführt. Auch das Flugblatt nimmt darauf Bezug. Eine vermummte Person hatte es Ende August nachts in Briefkästen geworfen.
Unbekannter versprüht Pfefferspray in Regionalbahn
Ein noch unbekannter Mann hat in einer Regionalbahn der Linie RB45 kurz vor dem Halt in Gemünden-Ehringshausen (Vogelsberg) Pfefferspray versprüht. Dabei traf er einen 54- und einen 52- Jährigen im Gesicht, wie die Polizei nun zu dem Vorfall am Freitag mitteilte. Demnach wurden die Männer nicht verletzt, so dass eine ärztliche Behandlung nicht erforderlich war.
In dem Zug soll es den Beamten zufolge zuvor zu einem Streit gekommen sein. Zeugen werden gesucht.
Lange war unklar, ob das Mitmach-Museum Experiminta in Frankfurt bleiben kann: Das Land Hessen hatte den Mietvertrag für das Haus in der Hamburger Allee zum Jahresende 2026 gekündigt, weil das Gebäude sanierungsbedürftig sei.
Jetzt haben Land und Stadt mit dem Förderverein, der das Museum betreibt, ein neues Zuhause gefunden: Es zieht demnächst in das ehemalige Finanzamt in Frankfurt-Höchst.
Guten Morgen und danke fürs Nachrichten-Einsammeln! Lassen Sie sich den Morgenkaffee schmecken und wenn Sie morgens mal wieder müde sind, hier sehen Sie, dass es auch dem frühen Vogel mal so gehen kann... Herzliche Grüße
Gemeinde Selters wegen Wasserversorgung vor Gericht
Die Gemeinde Selters (Limburg-Weilburg) streitet sich vor Gericht um Ingenieurleistungen im Bereich der Wasserversorgung - es geht um 700.000 Euro. Die Vorgeschichte: Weil die Wasserversorgung in schlechtem Zustand ist, beauftragte die Gemeinde ein Planungsbüro. Erst später wurde klar: Sie hätte den Auftrag eigentlich öffentlich ausschreiben müssen. Deshalb kündigte die Gemeinde mit sofortiger Wirkung.
Das Planungsbüro schrieb dann eine Rechnung über jene 700.000 Euro, darin sind aber auch nicht erbrachte Leistungen enthalten. Nach dem ersten Gerichtstermin am Montag steht ein Vergleich über rund 435.000 Euro im Raum. Ob es aber dazu kommt, muss jetzt in den Gemeindegremien besprochen werden.
Am heutigen 15. September wird in den USA der Tag der Linguine gefeiert, der die flache Nudelsorte aus der italienischen Region Ligurien ehrt. Wie oft Sie Nudeln essen, wissen wir schon. Aber welche Sorte ist Ihr Favorit? Ich schreibe mal eine Auswahl auf, kein Anspruch auf Vollständigkeit.
Es klingt nach einer Immobilie mit großen Ambitionen. In Kassel soll das "European House of Peace" entstehen, ein europäisches Haus des Friedens. Dahinter steckt die neue Zentrale des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge.
Die Organisation kümmert sich laut eigenen Angaben um die Bergung von deutschen Kriegstoten und die Aufarbeitung ihres Schicksals, sie fördert aber auch die Begegnung und Bildung junger Menschen und setzt sich für Frieden ein. Seit 1951 ist der Volksbund in Nordhessen ansässig. Erst in Kassel, seit sechs Jahren in Niestetal (Kassel). Jetzt will der Verein wieder nach Kassel zurückkehren.
Dafür hat er nach eigenen Angaben die bisherigen Gebäude des Finanzdienstleisters Plansecur im Stadtteil Wilhelmshöhe gekauft. Neben Büros soll dort auch eine mehrsprachige, multimediale Ausstellung entstehen, um die Arbeit des Volksbundes für Besucher erlebbar zu machen.
Viel los ist auf den hessischen Autobahnen und Bundesstraßen (noch) nicht. Teils stockt der Verkehr, etwa auf der A3 in Richtung Frankfurt zwischen Limburg-Süd und Idstein, wo es zuvor einen Unfall mit zwei Autos gab. Kommen Sie gut an!
Kaffee für Naschkatzen
Auf dieser Kaffeetasse hat jemand seine Lieblings-Süßigkeit verewigt.
Rund zwei Milliarden Eispackungen laufen jedes Jahr im Langnese-Werk in Heppenheim (Bergstraße) vom Band - so viele wie in keinem anderen Werk in Deutschland. Und selbst in Europa ist das hessische Werk mittlerweile das größte der Magnum Ice-Cream Company.
Es soll aber noch größer werden: Das börsennotierte Unternehmen investiert nach eigenen Angaben aktuell rund 30 Millionen Euro am Standort - etwa in eine neue Produktionslinie für das bekannte "Ben & Jerry's"-Eis, das nun auch in Heppenheim produziert wird.
Es soll auch eine neues Tiefkühlregallager entstehen, um mehr Eis lagern zu können. Die Stadtverordneten haben bereits grünes Licht gegeben. Jetzt wartet das Unternehmen auf die Baugenehmigung.
Urteil nach Schüssen in Wettbüro in Gießen erwartet
Im Oktober vergangenen Jahres hatte ein Mann mit einer Pistole in einem Wettbüro am Gießener Marktplatz das Feuer eröffnet. Drei Menschen werden teils schwer verletzt. Heute wird vor dem Landgericht das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter erwartet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 34-Jährigen versuchten Mord vor, insgesamt viermal soll er geschossen haben.
Als Beweismaterial liegen Bilder der Überwachungskameras aus dem Wettbüro, aber auch vom Marktplatz vor. Hintergrund soll ein Streit zwischen dem Angeklagten und einem der Opfer gewesen sein. Der Mann ist den Behörden schon länger bekannt - unter anderem wegen Drogendelikten.
Während Frauchen beim Bäcker war, ist ein Hund in Weimar/Lahn (Marburg-Biedenkopf) kurzerhand zum Bahnhof gelaufen und dort in einen Regionalexpress gestiegen. Die Bundespolizei beendete das Abenteuer schließlich. Zuvor hatte der Vierbeiner eine Kontrolleurin eingeschüchtert:
Top-Thema
Wie Satellit "Flex" Stress von Pflanzen sichtbar machen soll
Wie gestresst sind die Pflanzen auf der Erde? Um das herauszufinden, ist eine neue europäische Mission ins All gestartet. Der Erdbeobachtungssatellit "Flex" hob am frühen Morgen an Bord einer Vega-C-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana ab, wie die europäische Weltraumbehörde ESA mitteilte. Das Raumfahrtkontrollzentrum ESOC in Darmstadt steuert und überwacht die Mission.
"Flex" soll die Photosynthese der Pflanzen in den Blick nehmen und so auch mehr über deren Einfluss auf die Kohlenstoff- und Wasserkreisläufe erfahren. Konkret misst "Flex" Fluoreszenz: Während der Photosynthese strahlen Pflanzen ein ganz schwaches Leuchten im Rotlichtbereich aus.
Mit dem bloßen Auge ist diese Chlorophyll-Fluoreszenz nicht sichtbar. Der Satellit kann sie mit seinem sensiblen Spektrometer aber messen, obwohl er in etwa 815 Kilometern Höhe unterwegs ist.
In offenen Schuhen war es morgens zwar noch kühl, aber Badelatschen und Co. sind heute kein falsches Schuhwerk angesichts des wärmsten Tages der Woche.
Mancherorts gibt es derzeit noch Nebelfelder, die sich aber rasch auflösen. Abseits davon scheint oft die Sonne neben ein paar Wolken und es bleibt trocken. Die Temperaturen steigen auf 23 bis 29 Grad.
Geklaute Badeschlappen im Freibad Fürth - eine Bilanz
Eine denkwürdige Badesaison ist im Freibad Fürth (Bergstraße) am Wochenende zu Ende gegangen. Denn es gingen Diebe um - und diese hatten es ausgerechnet auf Badeschlappen abgesehen. Fast 100 Paar sind insgesamt verschwunden. Wohin und warum? Das ist nach wie vor völlig unklar.
Sicher ist aber: Die Badegäste haben sich einiges einfallen lassen, sagte Betriebsleiter Michael Zeiß. "Das war schon außergewöhnlich, dass Leute ihre Badelatschen dann mit Fahrradschlössern angeschlossen haben. Immerhin, die wurden nicht geklaut."
Irgendwann schienen die Diebe gut versorgt gewesen zu sein: Nach 80 geklauten Paar Latschen im Juni sind zuletzt nur noch vereinzelt Schuhe als gestohlen gemeldet worden.
Commerzbank-Übernahme: Klingbeil pocht auf Bedingungen
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil fordert im Ringen um eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank Unicredit auf eine Reihe von Bedingungen. "Wir erwarten, dass die Commerzbank eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt bleibt und ihr starkes Mittelstandsgeschäft fortsetzt - sowohl in Deutschland als auch international", erklärte der SPD-Chef und Vizekanzler nach einem Gespräch mit Unicredit-Chef Andrea Orcel.
Außerdem, so betonte Klingbeil, stehe die Bundesregierung an der Seite der mehr als 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Orcel sprach von einem guten und konstruktiven ersten Gespräch, dem zeitnah weitere folgen sollten. Der Unicredit-Chef sieht bei einer Übernahme Potenzial für Milliardeneinsparungen inklusive des Abbaus Tausender Stellen.
Hessen ist im Bildungsmonitor 2026 auf Platz 7 von 16 Bundesländern gelandet. Besonders gut schneidet das Land bei Integration und Ganztagsangeboten ab. Schwächen gibt es bei Digitalisierung, Fremdsprachen und Schulqualität. Auch bei den Bildungsausgaben liegt Hessen zurück:
Berufsverbot für Frankfurter Anwalt nach Edel-Schleuserei
Mit dem Einschleusen reicher Menschen aus dem Ausland hat eine vierköpfige Gruppe hunderttausende Euro verdient. Hauptangeklagter ist ein Rechtsanwalt aus Frankfurt. Das Landgericht hat dazu sein Urteil gefällt:
Top-Thema
60-Jähriger stirbt an Schussverletzung - Fahndung
Ein durch einen Schuss schwer verletzter Mann ist gestern am späten Abend in Dietzenbach (Offenbach) von Passanten auf einer Straße vor einem Supermarkt aufgefunden worden. Der 60-Jährige starb nach Angaben der Polizei kurze Zeit später im Krankenhaus. Die Beamten fahnden nach einem möglichen Tatverdächtigen. Dabei wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt.
Videobeitrag
Ende des Videobeitrags
Passanten hatten der Polizei zuvor auch laute Knallgeräusche gemeldet. Ersten Zeugenaussagen zufolge soll ein Mann mit einer schwarzen Jacke vom Tatort geflüchtet sein. Ob dieser ins Geschehen involviert war, ist laut Polizei ebenso unklar wie die Hintergründe sowie der genaue Ablauf der Tat.
Podcast
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Guten Morgen aus dem Funkhaus
Einen wunderschönen guten Morgen aus Frankfurt. Wer schon wach ist: Respekt. Wer noch nicht ganz wach ist: Dafür wurde Kaffee erfunden.
Und für frühe Hessen-Nachrichten wurde der Morgenticker erfunden. Bevor der Dienstag richtig Fahrt aufnimmt, gibt es an dieser Stelle bis 10 Uhr Neues aus unserem schönen Bundesland. Der Spätsommer dreht temperaturtechnisch nochmal auf, so viel schon vorab. Aber Obacht: Offene Schuhe bei aktuell frischen Frühwerten sind gewagt.