In der Heuduckstraße: Neues Restaurant in Saarbrücken eröffnet – das bietet Ahomé 228

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In der Heuduckstraße Neues Restaurant in Saarbrücken eröffnet – das bietet Ahomé 228

Saarbrücken · Wo früher in Alt-Saarbrücken das mexikanische Restaurant El Paso zu finden war, lockt heute das „Ahomé 228“ mit westafrikanischer Küche. Für Inhaber Karim Bida geht damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung.

17.07.2026 , 07:02 Uhr

In seinem Restaurant möchte Karim Bida ein Gefühl von zuhause vermitteln:Karim Bida mit seinerTochter. Foto: Ahomé 228

Foto: Ahomé 228

An diesem Tag ist Ruhetag im Ahomé 228. Hinter dem Tresen steht Inhaber Karim Bida und mixt einen Bissap, ein westafrikanischer Hibiskussaft. Der Saft ist tiefrot und süß, im Nachgeschmack kommt das Aroma der Nelke hervor. „Nelken sind gut für die Lunge“, sagt Bida.

Im Restaurant „Ahomé“ dreht sich alles um das Gefühl von zu Hause

Seit dem 1. Juli lädt das Restaurant „Ahomé 228“ in der Heuduckstraße in Saarbrücken ein, westafrikanische Küche zu genießen. Bida verspricht dort: „Essen wie zu Hause bei Mama.“ Das spiegelt sich auch im Namen wider: „Ahomé bedeutet so viel wie zu Hause“, erklärt er. Statt einer großen Auswahl gibt es hier wie bei seiner Mama eine kurze Speisekarte. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei westafrikanische Klassiker: Jollof Rice, ein Gewürzreis mit Tomatensoße, und Fufu, ein stärkehaltiger Brei aus traditionellen Pflanzen mit Erdnusssoße. Ergänzt wird dieses Angebot durch ein drittes Gericht, das jede Woche variiert.

Die Liebe zum Essen hat der Saarbrücker durch seine Mutter entdeckt

Der aus Togo stammende Inhaber hatte schon als kleiner Junge die Vision vom eigenen Restaurant: „Ich liebe es einfach, Leute zu verwöhnen“, sagt Bida lächelnd. „Früher habe ich regelmäßig zum Barbecue eingeladen.“ Diese Eigenschaft, so vermutet er, hat er von seiner Mutter. Früher seien immer auch alle zu ihnen nach Hause gekommen: „Bekannte haben gewusst, wenn sie zu uns kommen, wird meine Mama für sie kochen.“

Bis zum eigenen Restaurant war es allerdings ein langer Weg. Er kam als Kind mit seiner Familie nach Deutschland. Später habe er viele Jobs angefangen, doch so richtig glücklich sei er mit keinem geworden. Aber das Essen seiner Mutter gab ihm in dieser Zeit Halt. Es vermittelte ihm ein Gefühl von Geborgenheit.

Heute ist der Gastronom glücklich

Eines Tages beschloss er, seinen Traum zu verwirklichen. Als er vergangenen Dezember das leer stehende Restaurant in der Heuduckstraße entdeckte, griff er umgehend zu. Mit der Unterstützung von Freunden und Familie renovierte der gelernte Konstruktionsmechaniker das Restaurant von Grund auf. Acht Monate später steht Bida nun hinter seinem eigenen Tresen. Heute sei er glücklich, sagt er. Mit seiner Gastronomie möchte er seinen Gästen das gleiche Gefühl vermitteln, das das Essen seiner Mutter in ihm auslöst.

Das Gefühl von Geborgenheit ist nicht nur auf dem Teller präsent: Familie und Freunde sind alle ein Teil des Restaurants. Im Mittelpunkt steht dabei immer Bidas Mutter, die von allen liebevoll „Mama“ genannt wird. Sie „führt Regie“ und gibt auch in der Küche den Ton an, berichtet der Restaurantbetreiber.

Karim Bida schmiedet schon jetzt Pläne für die Zukunft

Sein Restaurant scheint gut anzukommen: Kürzlich seien mehr Gäste gekommen, als Sitzplätze vorhanden waren, erzählt er. Und er überlege, ob vielleicht die Gäste über das wöchentlich wechselnde Gericht im Restaurant entscheiden sollten. Bida holt tief Luft, er hat noch viel vor. Dann trinkt er seinen Hibiskussaft aus und stellt das leere Glas auf er den Tresen. Noch ist es ruhig im Ahomé 228. Doch schon morgen früh wird wieder geschnippelt und gekocht, um den Gästen ein Gefühl von Zuhause zu geben. (jos)