Iran-Krieg: Trump lehnt Teherans Hormus-Vorschlag ab - Huthis beschießen Saudi-Arabien

Iran-Krieg: Trump lehnt Teherans Hormus-Vorschlag ab – erneute Huthi-Angriffe

Stand: 26.09.2026, 18:44 Uhr

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Teheran unterbreitet Washington einen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus. Trump lehnt diesen ab und rechnet wohl mit neuen Angriffen nach den Midterms.

Washington D.C. – Der Iran hat mit einem Vorschlag an die USA die Öffnung der Straße von Hormus in Aussicht gestellt – US-Präsident Donald Trump lehnt jedoch ab. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, erklärte Trump am Samstag vor Journalisten im Weißen Haus: „Ich lehne ihren Vorschlag ab (…) Ich habe ihren Deal abgelehnt.“ Teheran hatte die Initiative auf der UN-Generalversammlung in New York vorgebracht und über Katar an die USA übermittelt.

Medienbericht: US-Präsident Donald Trump lehnt Teherans Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus ab.

Medienbericht: US-Präsident Donald Trump lehnt Teherans Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus ab. (Symbolbild) © SAUL LOEB/AFP

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte in New York vor Journalisten erklärt, dass Teheran Washington einen „Sieben-Tage-Plan“ übermittelt habe. Der Plan sehe demnach vor, dass die USA zunächst bestimmte Anforderungen erfüllen. Danach könne dann die Straße von Hormus wieder eröffnet werden. Bei den Bedingungen soll es sich um bereits in dem Rahmenabkommen vom Juni festgelegte Verpflichtungen handeln.

Trump lehnt Irans Hormus-Vorschlag ab – und geht laut Bericht von Angriffen nach Midterms aus

Das damalige Abkommen hätte die Öffnung der für den Export von Öl- und Flüssiggas bedeutenden Meerenge erwirken sollen. Angesichts fortdauernder gegenseitiger Angriffe fiel die Vereinbarung aber schnell in sich zusammen. Araghtschi sagte, am Ende des Sieben-Tage-Plans stehe der Beginn von Gesprächen mit den USA über ein endgültiges Abkommen. Eine solche Vereinbarung müsste auch den Umgang mit Irans umstrittenem Atomprogramm regeln. 

Bereits vor Trumps öffentlicher Absage zu Teherans Vorschlag hatte das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Beamte berichtet, dass der US-Präsident skeptisch sei, dass Teheran die von Washington gestellten Bedingungen erfüllen würde. Trump lehne den iranischen Vorschlag ab, hieß es in dem Bericht, und habe seinen Beratern mitgeteilt, dass er davon ausgeht, Angriffe gegen den Iran nach den Zwischenwahlen im November wieder aufzunehmen.

Trump verwies am Samstag darauf, dass die US-Seeblockade den Iran unter wirtschaftlichen Druck setze, weil kein Geld aus Energieexporten mehr reinkomme. Der Iran wolle sofort eine Vereinbarung treffen, weil das Land massiv verliere, ⁠zitiert Reuters den Republikaner. Und: „Wir gewinnen enorm“, sagte Trump, der wegen des Iran-Kriegs und der Lage in der Straße von Hormus in den USA stark unter Druck steht. 

Saudi-Arabien meldet Huthi-Angriffe auf Riad

Unterdessen meldet Saudi-Arabien neue Kampfhandlungen in der Golfregion: Nach Militärangaben wehrte die Luftverteidigung des Königreichs einen neuen Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf die Hauptstadt Riad ab. Wie der Sprecher des saudisch geführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, mitteilte, wurden zwei auf die Hauptstadtregion Riad zufliegende Drohnen abgefangen und zerstört. Zudem habe die Luftverteidigung eine ballistische Rakete abgefangen, die auf die südwestsaudische Stadt Chamis Muschait gezielt habe.

Die Miliz beschießt im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. Das sunnitische Königreich ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und bombardiert immer wieder Ziele der schiitischen Miliz. Zuletzt setzten Huthi-Angriffe auf Ölanlagen und eine wichtige saudische Pipeline die Regierung in Riad zunehmend unter Druck. Zudem wollen die Huthi die Durchfahrt saudischer Öltanker durch die Meerenge Bab al-Mandab verhindern, um dem ölreichen Königreich Exporte nach Asien zu erschweren. (Quellen: WSJ, dpa, AFP, Reuters) (pav/dpa)