"In Stücke gesprengt!"
Trump spricht von Angriff auf Charg-Insel – und zeigt KI-Video
Aktualisiert am 31.08.2026 - 07:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Früher konnten Staatsoberhäupter nur drohen, allenfalls Karten ihrer Zielorte zeigen. Die KI ermöglicht es US-Präsident Donald Trump, genau zu veranschaulichen, was er mit einer iranischen Insel gerne anstellen würde.
Donald Trump hat am frühen Montagmorgen (MESZ) ein mit künstlicher Intelligenz generiertes Video in den sozialen Medien veröffentlicht, in dem ein vom Meer umgebenes Industriegebiet beschossen wird. Explosionen und Brände sind die Folge. Darunter schrieb der US-Präsident: "Die Insel Charg wird in Stücke gesprengt!" Charg ist eine iranische Insel, von der aus das Land Öl exportiert.
Der Beitrag des US-Präsidenten erschien Stunden, nachdem US-amerikanische Streitkräfte Raketenwerfer auf der ebenfalls iranischen Insel Larak angegriffen hatten. Ob eine Verwechslung der beiden Inseln vorliegt oder Trump gezielt nun auch Charg droht, ist unklar.
Trump zeigt die Zerstörung von Charg mit KI
Das Video, das Trump auf seiner eigenen Plattform Truth Social veröffentlichte, zeigt aus der Perspektive des Innenraums eines Militärhubschraubers, wie mehrere Raketen aus diffus wirkenden Richtungen Explosionen in Industriegebäuden und auf einem am Hafen liegenden Schiff auslösen. Bevor die Flammen die Scheiben des Hubschraubers erreichen können, bricht das nur wenige Sekunden lange Video ab.
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Offenbar in der gleichen Stunde veröffentlichte Trump noch ein weiteres KI-Video, das dem Inhalt des ersten stark ähnelt und nur eine leichte perspektivische Annäherung an den Explosionsherd beinhaltet. Zu dem zweiten Video schrieb Trump nichts. Beide Videos sind zwar als KI-generiert zu erkennen, nicht aber als solche gekennzeichnet.
Die Insel Charg wickelt normalerweise fast 90 Prozent der iranischen Rohölexporte ab, da sie über einen Tiefwasserzugang für große Öltanker verfügt. Laut Angaben des Schiffsverfolgungsunternehmens Kpler und des Beratungsunternehmen Energy Aspects ist der Betrieb seit Ende Juli inaktiv. Das deckt sich mit den Satellitenbildern des maritimen Aufklärungsunternehmens Windward, die zeigen, dass alle drei Ladeplätze in Charg über einen längeren Zeitraum unbesetzt geblieben waren.
Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA sind, trotz im Juni getroffener Rahmenvereinbarung, seit Kriegsbeginn Ende Februar hoch geblieben.