Darum solltest du Jalousien nachts nicht ganz schliessen

Jalousien richtig nutzen

Mit einem einfachen Trick vermeidest du beschlagene Fenster

Warum sollte man Jalousien nie ganz herunterlassen? Ein einfacher Trick zeigt, wie man beschlagene Fenster und Feuchtigkeit im Haus vermeiden kann.

Publiziert: vor 25 Minuten

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Geschlossene Jalousien fördern Kondenswasserbildung auf Fenstern bei kühler Witterung
  • Ein freier Spalt bei Jalousien verbessert Luftzirkulation, verhindert aber keine Heizkosten
  • Optimale Luftfeuchtigkeit: 40–60 %, regelmässiges Lüften gegen beschlagene Fenster wichtig
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Pauline Bouillon

Sobald die Heizsaison beginnt, beschlagen viele Scheiben – und am unteren Rand sammeln sich Wassertropfen. Der Grund ist nicht immer nur zu hohe Luftfeuchtigkeit. Auch komplett geschlossene Jalousien können das Problem verstärken.

Deshalb lassen viele die Jalousien einen Spalt offen. Dahinter steckt keine Bequemlichkeit, sondern Physik. Denn wird es draussen kalt, entscheidet die Luftzirkulation hinter den Jalousien über nass oder trocken. 

Warum man eine Lücke lassen sollte:

Glas gehört zu den kältesten Oberflächen in beheizten Räumen. Trifft warme, feuchte Raumluft auf die kalte Fensterscheibe, kondensiert der enthaltene Wasserdampf und es bilden sich kleine Wassertropfen. Besonders in kalten Nächten und am frühen Morgen ist dieses Phänomen häufig zu beobachten.

Sind die Jalousien ganz unten, staut sich die Luft dahinter. Sie kann nicht mehr zirkulieren – und die Feuchtigkeit schlägt sich sofort am kalten Glas nieder. Lass die Jalousien am besten auf Höhe des Griffs enden. Das sorgt für eine bessere Luftzirkulation am unteren Rand, wo sich das Wasser zuerst sammelt. Vor neugierigen Blicken ist man noch immer geschützt.

Was zusätzlich gegen Kondensation hilft:

Die Höhenverstellung der Jalousien kann zwar helfen, ist aber kein Allheilmittel. Entscheidend ist vor allem die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Idealerweise liegt sie zwischen 40 und 60 Prozent. Steigt sie regelmässig über 60 Prozent, sollte man häufiger lüften und gegebenenfalls die Funktion einer vorhandenen Lüftungsanlage überprüfen.

Auch die Fenster selbst spielen eine wichtige Rolle. Bei älteren Fenstern, insbesondere mit Einfachverglasung, bildet sich Kondenswasser deutlich schneller, da die Scheiben stärker auskühlen. Moderne und gut isolierte Fenster sind weniger anfällig. Ganz verhindern lässt sich Kondensation bei hoher Luftfeuchtigkeit jedoch auch dort nicht.

Kämpfst du jeden Morgen mit nassen Scheiben? Dann hilft nur eins: Jalousien etwas anheben und mehrmals täglich stosslüften!

Wichtig: Das teilweise Hochziehen der Jalousien kann die Kondensation verringern. Es hilft jedoch nicht automatisch dabei, die Heizkosten zu minimieren. In erster Linie geht es darum, die Luftzirkulation an der Fensterscheibe zu verbessern.

Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.  

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