Stand: 29.08.2026, 06:30 Uhr
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Die Jugendsprache verändert sich rasant. Selbst Teenager verlieren den Überblick über Trends aus Games, Memes und Rap.
Landkreis Erding – Begriffe aus Videospielen, Memes und Rap-Songs bestimmen den Wortschatz von Teenagern in Oberbayern. Die Sprache der Jugend verändert sich dabei in einem Tempo, das selbst junge Menschen an ihre Grenzen bringt. Was gestern noch angesagt war, gilt heute bereits als überholt.
- Im Landkreis Erding nutzen Teenager ständig neue Wörter aus Games, Memes und Musik – die Jugendsprache wandelt sich so schnell wie nie.
- Trend-Begriffe wie „Six-Seven" oder „Vallah" gelten bei vielen Jugendlichen bereits wieder als veraltet.
- Selbst Heranwachsende empfinden die rasante Veränderung ihrer eigenen Umgangssprache teils als anstrengend.
Jugendsprache an Erdinger Schulen: Nähe zu Schülern, aber manchmal störend
Neue Trend-Wörter stammen aus Videoclips, sozialen Netzwerken und der Musikszene. Anglizismen und Ausdrücke aus dem Türkischen haben sich ebenso etabliert wie Abkürzungen – etwa „eif" für „einfach" oder „yk" für „you know". Der Zweite Konrektor der Realschule in Taufkirchen, Matthias Schnellinger, erinnert sich noch an „cool" und „krass" aus seiner eigenen Jugend. „Durch Jugendsprache kann ich Nähe zu den Schülern herstellen", sagt der 51-Jährige. Zugleich stellt er fest: „In der Regel fällt Jugendsprache im Schulalltag nicht sehr auf." In manchen Fällen könne sie allerdings auch deutlich stören.
Auch unter Teenagern sorgt die rasante Veränderung für Unmut. Giuliana Haiker (17) aus Lengdorf etwa empfindet die Umgangssprache junger Erwachsener als störend, weil dadurch oft nicht mehr alles verständlich sei. Der jüngste große Trend war „Six-Seven" – inspiriert von einer Geste des Basketballers LaMelo Ball und dem Rapsong „Doot Doot (6 7)" von Skrilla. Doch Alina Ehrlich (16) aus Erding, Alexander Sixt (16) aus Fahrnbach und Mario Cioanca (18) aus Eitting sind sich einig: „Six-Seven ist out!"
Auch die Formulierung „Vallah" sei laut dem 18-Jährigen definitiv nicht mehr Teil der Jugendsprache. Gut etabliert habe sich hingegen „Ich checke", um eigenes Verstehen auszudrücken – eine laut Ehrlich und Haiker sehr nützliche Formulierung.
Der Landkreis Erding liegt im Regierungsbezirk Oberbayern und grenzt östlich an die Landeshauptstadt München.
Erdinger Teenager uneins: Ist „Digga" noch zeitgemäß?
Beim Begriff „Digga" gehen die Meinungen auseinander. Alina Ehrlich gibt an, den Ausdruck regelmäßig zu verwenden. Paul Simnacher (17) aus Moosburg hingegen hält das Füllwort für nicht mehr zeitgemäß. So rasch wandelt sich die Sprache unter Jugendlichen im Landkreis Erding – was heute noch angesagt klingt, kann morgen schon vergessen sein.