Kita-Kinder ernten eigenes Gemüse – und essen es direkt vom Beet

Stand: 29.08.2026, 06:30 Uhr

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Kinder und Erwachsene in einem Beet

Ohne Wasser wächst nichts, das haben die kleinen Gärtner längst verinnerlicht. © Niemann

Im Kindergarten Dörverden lernen die Kleinsten mit Harke und Spaten die Natur kennen. Über 25 Gemüsesorten haben sie bereits angebaut – manche werden gleich vor Ort vernascht.

Dörverden – Sie säen, jäten und ernten: Im Kindergarten Dörverden lernen schon die Kleinsten mit Harke und Spaten im Gepäck die Natur kennen. Die Einrichtung ist Projektteilnehmer von „AckerRacker“ und wird aktiv für die Dauer von vier Jahren von Coachin Sarah Hinrichs begleitet. Zudem bekommt sie umfangreiches Informations- und Hilfsmaterial rund ums Gärtnern zur Verfügung gestellt. Ob Pekingkohl oder Stoppelrübe – die Kinder der Kita haben jedenfalls bereits eine besondere Beziehung zu Gemüse entwickelt und gelernt, die Vielfalt von über 25 Gemüsesorten in Form, Farbe und Geschmack zu erkennen und zu schätzen.

Von Pekingkohl bis zur Stoppelrübe

Einen Garten haben die meisten Kinder der Kita daheim, auch Marie, Kian, Emil, Mike, Noah und Jona. Aber der ist nicht zum Gemüseanbau da, sondern zum Spielen und Grillen, wie einige der Kinder erzählen. Zum Gärtnern gehen sie daher mit ihren Erzieherinnen in den Außenbereich der Kita, wo es seit diesem Jahr den Projektgarten gibt. Die vom Bauhof der Gemeinde eingefriedete Fläche haben die Kinder im Frühjahr mit Kürbis, Gurken, Kohlrabi, Zucchini, Fenchel, Radieschen, Tomaten, Pastinaken oder Buschbohnen bestückt. Einen Teil davon haben sie bereits geerntet, manches davon gleich vor Ort vernascht oder gemeinsam mit ihren Erzieherinnen in der Kita-Küche verarbeitet. „Die Rote Bete hat meine Lippen und meine Hände ganz rot gemacht“, wirft Mike ein, der sich an die Verarbeitung der Erdfrucht erinnert. „Es hat mir aber gut geschmeckt“, fügt er noch hinzu.

In dieser Woche hatte Coachin Sarah Hinrichs die kleinen Gärtner der Kita erneut besucht, und es wurden erneut Gemüsepflanzen in die Erde gebracht. Unterstützt wurden sie dabei von Erzieherin Estera Schünemann, die sich mit weiteren Kolleginnen um die Projektdurchführung kümmert. „Die Kinder lernen spielerisch, wo Lebensmittel herkommen, und ihren Wert zu schätzen“, sagt die Coachin. Außerdem seien sie für den Erfolg ihrer Ernte verantwortlich. „Sie wissen beispielsweise, dass Pflanzen Wasser brauchen, damit sie wachsen. Bleibt das Wasser aus, gehen sie nämlich ein“, so Hinrichs.

Die Coachin betreut ehrenamtlich vier Lernorte – drei Grundschulen und eine Kita – und erzählt, dass es schön sei, die Begeisterung der Kinder zu erleben. Eine Begeisterung, die auch Kita-Leiterin Sabrina Schönwald für das Bildungsprogramm teilt.