Norderstedt: So schützt die Stadt Schulen mit Kameras und Sicherheitstechnik

Wenn Schulen Ziel von Vandalismus werden, wenn es hier wiederholt Einbrüche und massenhaften Diebstahl von Laptops gibt und ein enormer sechsstelliger Schaden verursacht wird, und wenn sich dann auch noch fremde Personen auf dem Gelände aufhalten – dann ist die Besorgnis bei Eltern, Kindern und Lehrkräften groß. Und weil sich dieses Szenario in Norderstedt in den letzten Jahren verschärft hat, reagiert die Stadt jetzt mit zahlreichen Maßnahmen. Die Gymnasien, Grund- und Gemeinschaftsschulen sollen sicherer werden.

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Die CDU hatte hierzu im Ausschuss für Schule und Sport nachgefragt. Dabei verwies man auf Vorfälle am Coppernicus-Gymnasium, wo auf dem Innenhof ein Gedenken an Wolfgang Herrndorf zerstört wurde, an der Grundschule Müllerstraße und am Schulzentrum Süd. „Welche Maßnahmen ergreift die Stadt Norderstedt als Schulträger, um die Sicherheit unserer Schulen – Gebäude und Personen – zu gewährleisten?“, wollten die Christdemokraten wissen.

Schulen in Norderstedt immer unsicherer: So will die Stadt Einbrüche und Vandalismus stoppen

Die schriftliche Antwort der Verwaltung zeigt: Das Thema wird ernst genommen. „Nach dem erneuten Einbruch in das Schulzentrum Süd wurden gemeinsam mit den betroffenen Schulen kurzfristige Maßnahmen umgesetzt. Als Sofortmaßnahme wurden die elektronischen Endgeräte der Schülerinnen und Schüler vorübergehend mit nach Hause gegeben, um eine weitere Entwendung der Geräte zu verhindern.“

Dazu soll es nach den Sommerferien Gespräche gegeben haben, um den zukünftigen Umgang mit den Geräten abzustimmen. Gleichzeitig würden „alle Beteiligten weiterhin dafür sensibilisiert, sowohl die Geräte als auch die entsprechenden Räume und Gebäude konsequent zu verschließen“.

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Bekanntlich wird das Schulzentrum in wenigen Jahren durch den neuen Campus Glashütte ersetzt. Dort seien „für die Aufbewahrung technischer Ausstattung geeignete Räume mit verstärkten Türen und erhöhtem Einbruchschutz vorgesehen“, so die Verwaltung. Auch im Altbau des SZ Süd würden derzeit Türen ausgetauscht.

Schulzentrum Süd in Norderstedt.

Laptop-Diebstähle im Schulzentrum Süd verursachten Schäden von mehreren Hunderttausend Euro.© FMG | Claas Greite

Kameras und Bewegungsmelder in den Schulen?

Ebenso wird geprüft, ob Räume, in denen wertvolle Technik aufbewahrt wird, mit Kameras und Bewegungsmeldern ausgestattet werden. Die Schul-IT könne das umsetzen, vorher müssten aber „insbesondere datenschutzrechtliche Gesichtspunkte bewertet werden“.

Das ist nicht alles. So planen das Ordnungsamt sowie das Amt für Schule und Sport einen Austausch mit der Polizei, „um Möglichkeiten für verstärkte Präsenzmaßnahmen, Prävention und eine Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls an den Schulen zu beraten“.

Sicherheit an Schulen: Viele Vereine, VHS und Musikschule nutzen Gebäude

Dass „schulfremde Personen“ auf dem Grundstück angetroffen werden, ist etwas komplexer. Hier prüft die Stadt, „ob bestehende Regelungen zu Zugängen, Schließzeiten und Verantwortlichkeiten weiter angepasst werden müssen“.

Man betont: „Die vielfältige Nutzung der Schulgebäude durch Vereine, Musikschule, Volkshochschule und weitere Partner soll weiterhin ermöglicht werden, gleichzeitig müssen klare Zuständigkeiten und Sicherheitsstandards eingehalten werden.“