Stand: 17.10.2026, 06:00 Uhr
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Am Münsinger Dorfplatz wird es weiterhin keinen Trinkbrunnen geben. Der Werkausschuss ist gegen eine öffentliche Trinkquelle.
Münsing – Der trockene und heiße Sommer hat gezeigt, wie wichtig Trinkwasser an öffentlichen Plätzen für die Bevölkerung ist. Andere Kommunen wie Wolfratshausen haben dies erkannt und denken wie berichtet über weitere Wasserspender nach. Auch in Münsing wünscht sich ein Teil des Gemeinderats einen Trinkwasserbrunnen am Dorfplatz. Denn der öffentliche Wasserhahn im Rathaus ist nur zu den Öffnungszeiten zugänglich.
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Kein Trinkwasserbrunnen in Münsing: Teures Wasser nicht „an Fremde verschenken“
Gemeinderat Matthias Richter-Turtur (Grüne) hat die Einrichtung nun erneut im Werkausschuss Trinkwasser beantragt. Außerdem schlägt er eine Trinkgelegenheit an der Bushaltestelle in Ammerland vor, über die aber nicht diskutiert wurde. 2023 hatte der Gemeinderat eigentlich auf Antrag von Turturs Fraktionskollegin Christine Mair für die Anschaffung auf dem Dorfplatz gestimmt. Wegen der hohen Wartungs- und Beprobungskosten wurde der Beschluss 2024 aber mit knapper Mehrheit wieder gekippt.
90 Prozent der Anschaffungskosten würde der Freistaat erstatten. Das Münsinger Bauamt hatte damals einen Spender für 15.000 Euro im Auge, sodass der Gemeinde 1500 Euro für den Kauf geblieben wären. Beim Wasserwirtschaftsamt könnte ein erneuter Zuschussantrag gestellt werden, berichtete Josef Limm, Technischer Leiter im Bauamt, in der Werkausschusssitzung. Er wies jedoch darauf hin, dass der hohe Aufwand für die monatliche Untersuchung der Wasserqualität bestehen bliebe. Allerdings würden die Trinkwasserproben in den vier kommunalen Brunnen künftig nicht mehr von Gemeindemitarbeitern genommen werden, sondern von den Stadtwerken München. Diese könnten den Trinkbrunnen am Dorfplatz mit aufnehmen, was Kosten sparen würde. „Wir rechnen für die Beprobung des Trinkwassers für ein Sommerhalbjahr mit rund 1000 Euro brutto“, sagte Limm. 2024 wäre es noch doppelt so viel gewesen.
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Durstige sollen ins Café oder zur öffentlichen Toilette gehen
Der Werkausschuss empfahl dem Gemeinderat mit 6:3 Stimmen – auch die Wasserwarte und Werkausschussleiter Limm waren stimmberechtigt –, sich gegen die Anschaffung auszusprechen. Für den Brunnen votierten Klaus Mair von den Grünen („Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein für eine Tourismusgemeinde wie uns“), Josef Limm und Benedikt Korntheuer. Manuel Seltier möchte dagegen „kein teures Trinkwasser an Fremde verschenken“. Regina Reitenhardt und Irmgard Sebald finden, es gebe mit den Geschäften und der Gastronomie am Dorfplatz genügend Möglichkeiten, sich etwas zum Trinken zu kaufen oder das Leitungswasser in Café, Eisdiele oder öffentlicher Toilette zu benutzen. Von Tanja Lühr