Stand: 03.08.2026, 06:23 Uhr
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Die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg sind seit Jahresbeginn Mitglied im Deutschen Qualitätsbündnis Sepsis. Dadurch erhalten sie fachliche Unterstützung und regelmäßige Fortbildungen für ihre Mitarbeiter.
Darmstadt-Dieburg – Sepsis ist ein medizinischer Notfall. Aus einer zunächst harmlos wirkenden Infektion kann sich in wenigen Stunden eine lebensbedrohliche Erkrankung entwickeln. Deshalb ist es wichtig, Warnzeichen früh zu erkennen und schnell einen Arzt zu holen. Die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg wollen hier früher helfen.
Mögliche Warnzeichen einer Sepsis sind ein plötzliches starkes Krankheitsgefühl, hohes Fieber oder eine ungewöhnlich niedrige Körpertemperatur, Schüttelfrost, Verwirrtheit, starke Schwäche, Atemnot, kalte oder marmorierte Haut sowie eine rasche Verschlechterung des Allgemeinzustands. Je früher eine Sepsis erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Überlebenschancen. Treten solche Symptome während oder nach einer Infektion auf – oder verschlechtert sich der Gesundheitszustand plötzlich und deutlich –, sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Welche Warnzeichen zu erkennen sind
Um die Früherkennung und Behandlung weiter zu stärken, sind die Kreiskliniken seit Beginn des Jahres Mitglied im Deutschen Qualitätsbündnis Sepsis. Damit verbesserten sie die Patientensicherheit in den Kliniken weiter und setzten zugleich ein Zeichen für mehr Sensibilisierung im Umgang mit dieser lebensbedrohlichen Krankheit, wie der Landkreis mitteilt.
„Eine hochwertige medizinische Versorgung lebt davon, dass wir uns kontinuierlich weiterentwickeln und an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren. Die Mitgliedschaft im Deutschen Qualitätsbündnis Sepsis ist ein weiterer wichtiger Baustein, um die Patientensicherheit in unseren Kreiskliniken nachhaltig zu stärken und die medizinische Qualität für die Menschen im Landkreis weiter auszubauen“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD).
In den Kreiskliniken würden jedes Jahr rund 100 Patientinnen und Patienten mit einer Sepsis behandelt. Sepsis, umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt, ist eine lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion. Umso wichtiger seien eine schnelle Diagnose und ein sofortiger Behandlungsbeginn.
Eine hochwertige medizinische Versorgung lebt davon, dass wir uns kontinuierlich weiterentwickeln und an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren.
Durch die Mitgliedschaft im Deutschen Qualitätsbündnis Sepsis erhalten die Kreiskliniken der Mitteilung zufolge fachliche Unterstützung, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und regelmäßige Fortbildungsangebote. Zudem würden Behandlungsdaten wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse helfen dabei, Abläufe in Diagnostik und Behandlung weiter zu verbessern und die Versorgungsqualität dauerhaft zu stärken.
„Sepsis ist ein medizinischer Notfall, bei dem schnelles Handeln Leben retten kann. Durch die Zusammenarbeit im Deutschen Qualitätsbündnis Sepsis erhalten wir wertvolle Impulse, um unsere Abläufe kontinuierlich zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig stärken wir mit gezielten Fortbildungen die Handlungssicherheit unserer Kolleginnen und Kollegen im klinischen Alltag. Das kommt unmittelbar unseren Patientinnen und Patienten zugute“, sagt Dr. med. Stefan Schilling, Ärztliche Leitung Krankenhaushygiene.
Ein wichtiges Ziel sei es, das Bewusstsein für Sepsis zu stärken. Denn Sepsis werde nicht immer sofort erkannt. Gerade weil sie sich schnell entwickeln kann, kommt es darauf an, Warnzeichen ernst zu nehmen und bei Verdacht rasch zu handeln.