Leerstand in der Region Hannover: Die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt im Überblick

Stand: 17.09.2026, 20:00 Uhr

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Leerstand in der Region Hannover: Die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt im Überblick

In der Region Hannover standen im Jahr 2022 insgesamt 21.769 Wohnungen leer. (Symbolbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Aktuelle Daten zeigen, wie sich Wohnungsbau und Leerstand in der Region Hannover entwickelt haben. Die wichtigsten Zahlen im Überblick.

Region Hannover – In Niedersachsen hat sich beim Thema Wohnen und Mieten zuletzt einiges bewegt. Das geht aus einer Anfrage der Linken an die Bundesregierung hervor. In den meisten Landkreisen und Städten ist die Leerstandsquote demnach leicht gestiegen. Gleichzeitig entstanden vielerorts neue Wohnungen. Für die Region Hannover liegen dazu nun aktuelle Zahlen vor.

Wohnentwicklung in der Region Hannover: 20.885 neue Wohnungen zwischen 2020 und 2025

Insgesamt wurden in der Region Hannover zwischen 2020 und 2025 genau 20.885 Wohnungen fertiggestellt. Den Anfang machten 2.847 neue Wohnungen im Jahr 2020, im Jahr darauf kamen 3.047 hinzu. 2022 stieg die Zahl auf 4.550, ehe 2023 mit 5.745 fertiggestellten Wohnungen der höchste Wert des Zeitraums erreicht wurde. Danach ging es abwärts: 2024 waren es 2.611 Wohnungen, 2025 noch 2.085. Die Daten stammen aus einer Sonderauswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sowie der statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

JahrNeu fertiggestellte Wohnungen
20202847
20213047
20224550
20235745
20242611
20252085
Gesamt für den Zeitraum20885

Quelle: Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik der Baufertigstellungen

Dem gegenüber steht eine leicht gestiegene Leerstandsquote in der Region Hannover. Erhoben wurden diese Werte zuletzt zu den Stichtagen des Zensus 2011 und des Zensus 2022. Lag die Quote 2011 noch bei 3,3 Prozent, waren es 2022 bereits 3,6 Prozent – ein Plus von 0,3 Prozentpunkten. Zum Vergleich: Im Landesdurchschnitt für Niedersachsen stieg die Leerstandsquote zwischen 2011 und 2022 um 0,653 Prozent. Die nächste Erhebung dieser Art ist voraussichtlich mit dem geplanten Zensus 2031 zu erwarten.

Leerstand in der Region Hannover: Die Gründe hinter den Zahlen

Der Statistik zufolge standen in der Region Hannover im Jahr 2022 insgesamt 21.769 Wohnungen leer. Davon waren 10.427 innerhalb von drei Monaten wieder beziehbar. Bei 4.557 Wohnungen liefen Baumaßnahmen oder waren geplant, bei 513 Wohnungen standen Abriss oder Rückbau an. Der Rest verteilt sich auf Wohnungsverkäufe, künftige Selbstnutzung oder sonstige Gründe.

Innerhalb von 3 Monaten für den Bezug verfügbar10427
Laufende bzw. geplante Baumaßnahmen4557
Geplanter Abriss oder Rückbau513
Verkauf des Gebäudes oder der Wohnung1586
Künftige Selbstnutzung1337
Sonstiger Grund3350
Insgesamt21769

Quelle: Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik der Baufertigstellungen

Wohnungsmarkt in Niedersachsen: Förderzahlen im sozialen Wohnungsbau 2025 um rund 20 Prozent gestiegen

Landesweit ergeben Wohnungsmarkt und Leerstand in Niedersachsen kein einheitliches Bild. In zahlreichen Städten und Landkreisen entstanden zwischen 2020 und 2025 neue Wohnungen, parallel dazu kletterte die Leerstandsquote in den meisten Regionen leicht nach oben. Die Bundesregierung verweist auf verschiedene Maßnahmen, durch die Wohnraum bezahlbar, verfügbar und zugleich umweltverträglich bleiben soll. Wohnen werde dabei sowohl als soziales Gut als auch als Investitionsgut gesehen. Angestrebt werde ein Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen, damit genügend Wohnraum zu bezahlbaren Preisen entsteht.

Nach Angaben der Bundesregierung sind die Förderzahlen im sozialen Wohnungsbau zuletzt deutlich nach oben gegangen. Grund dafür sei auch die umfangreiche finanzielle Unterstützung des Bundes – und das trotz gestiegener Bau- und Finanzierungskosten sowie rückläufiger Baugenehmigungen. In Niedersachsen legte die Zahl der geförderten Wohneinheiten im sozialen Wohnungsbau im Jahr 2025 demnach um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.