„Leider heißt es Abschied nehmen“ – Geschäft veranstaltet Räumungsverkauf

Stand: 16.09.2026, 06:56 Uhr

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Wood & Wine in Köln steht vor dem Aus. Inhaber Luca Modanese nennt vor allem die schwache Kauflaune als Grund. Jetzt läuft ein Räumungsverkauf.

Köln – Nach Jahren zwischen italienischen Weinen und restaurierten Möbeln ist Schluss: Der Kölner Concept Store „Modanese Wood & Wine“ schließt seine Türen. Das bestätigte Inhaber Luca Modanese auf Nachfrage. Wie er im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte, betrifft die Schließung auch den Online-Shop: „Wir schließen komplett.“

„Modanese Wood & Wine“ schließt seine Türen.

„Modanese Wood & Wine“ schließt seine Türen. © Modanese Wood & Wine

Auf Facebook hatte der Laden zuvor mit deutlichen Worten auf die Schließung aufmerksam gemacht: „Leider heißt es Abschied nehmen … Nach einer wunderschönen Zeit müssen wir unseren Laden leider schließen“, schreibt „Wood and Wine“ in einem Post, der mit Herz-Emojis und einem Dank an die „lieben und treuen Kunden“ gespickt ist. Unter dem Motto „Wir machen den Laden leer!“ verkauft der Store nun Möbel, Deko, Einrichtungsstücke sowie Werkzeug und Produkte aus der offenbar parallel laufenden Werkstattauflösung.

Was bleibt von Wood & Wine? Stammkunden sind traurig

Hinter dem Laden steht Luca Modanese, der nach eigenen Angaben in Nordost-Italien geboren wurde und dort sowohl von der Tischlerei seiner Eltern als auch vom Weingut seiner Großeltern geprägt wurde. Wie er auf seiner Website schreibt, habe er in der elterlichen Werkstatt die Restaurierung antiker Möbel erlernt und sei anschließend Jahre in der italienischen Holzindustrie tätig gewesen. Nach einem familienbedingten Umzug nach Köln habe er sich dort seit über zehn Jahren als Möbelrestaurator etabliert – insgesamt bringe er mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Möbelbranche mit.

Aus dieser doppelten Leidenschaft entstand die Idee für „Wood & Wine“: ein Concept Store, der hochwertige, in Deutschland kaum erhältliche Weine aus dem Familienbetrieb in Venetien, Südtirol und Friaul mit restaurierten und neuen Möbelstücken verbindet. Modanese beschreibt seine Vision auf seiner Website als Vermittlung eines „ökologisch nachhaltigen Lebensstils“ und als Verbindung „stilvoller Kontraste“.

Für die Schließung nennt Modanese mehrere Gründe. „Es gab verschiedene Gründe, aber vor allem kam eine Krise nach der anderen. Zuletzt haben die Menschen einfach immer weniger eingekauft“, sagt der Inhaber. Die wirtschaftliche Lage habe den Laden zunehmend unter Druck gesetzt: „Finanziell ist im Moment einfach alles schwierig.“ Die Folgen bekamen auch die Angestellten zu spüren: „Eine Mitarbeiterin habe ich bereits kündigen müssen“, so Modanese. Er selbst müsse sich nun beruflich neu orientieren und wird vermutlich in ein Angestellenverhältnis wechseln.

Besonders schwer falle der Abschied den Stammkunden. „Unsere Stammkunden sind richtig traurig. Alle sagen zu mir: ‚Schade, dass so ein schönes Geschäft verschwindet.‘ Aber davon kann ich leider keine Rechnungen bezahlen“, berichtet Modanese. Ganz vorbei ist es aber noch nicht: „Bis November haben wir noch geöffnet. Mal sehen, wie der Räumungsverkauf läuft“, sagt der Inhaber mit Blick auf die kommenden Wochen.