Lenggries bleibt Luftkurort: Dorf führt Prädikat seit über 70 Jahren

Stand: 05.09.2026, 14:02 Uhr

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Lenggries lebt auch vom Tourismus. Was stört, was wünscht man sich – um diese Fragen ging es bei der Ideenwerktstatt Tourismus. Einheimische wollen Nutzen vom Tourismus haben Arbeitskreis erarbeitet Maßnahmen

Lenggries führt weiter das Prädikat Luftkurort. Zuvor mussten viele Gutachten erstellt werden. © Demmel/Archiv

Das bayerische Innenministerium hat das Prädikat Luftkurort für die Gemeinde Lenggries wieder genehmigt. Dafür mussten mehrere Gutachten vorgelegt werden.

Lenggries – Lenggries darf sich weiterhin offiziell Luftkurort nennen. Das Prädikat wurde erneut durch das bayerische Innenministerium überprüft und wieder genehmigt. „Unser Flößerdorf ist bei vielen Gästen ein beliebter Ort, um durchzuatmen und vom Alltagsstress runterzukommen“, sagt Maria Bader, Leiterin der Tourist-Information. Lenggries führt den Luftkurort seit über 70 Jahren. Doch die Qualität dahinter müsse regelmäßig durch aufwendige Verfahren neu bewiesen werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Eine Hürde, die der Ort souverän genommen habe.

Gutachten zur Luftqualität und den Erholungsmöglichkeiten

Für das Prädikat müssen viele Regularien erfüllt werden. Mehrere Gutachten sind erforderlich. Dazu zählen eine Klima-Analyse mit Hinweisen zum Bioklima, also zur Luftqualität und zu den Erholungsmöglichkeiten und ein Gutachten über die Hygieneverhältnisse von Wasser, Boden und Luft. Darin wird geprüft, wie sauber der Ort ist, wie die Qualität des Trinkwassers ist und wie die Abfall- und Abwasser-Beseitigung erfolgen.

Auch ein klassifiziertes Wandernetz ist notwendig

Wenn ein Ort das Prädikat „staatlich anerkannter Luftkurort“ tragen möchte, müssen außerdem sogenannte „Terrainkurwege“ beziehungsweise ein klassifiziertes Wanderwegenetz vorhanden sein. Sprich: Auch das sportliche Angebot muss stimmen. Für die „Terrainkurwege“ gibt es wiederum unterschiedliche Belastungsstufen, die der Sportler auswählen kann – von leicht bis schwer. Zu den Wegen zählen „beispielsweise der Weg zur Denkalm und der westliche Höhenweg“, erklärt Bader. Nordic-Walking-Parcours mit unterschiedlichen Belastungsstufen werden ebenfalls empfohlen. Auch diese kann die Kommune vorweisen.

„Auch die Einheimischen schätzen die gute Luft“

„Luftkurorte zeichnen sich durch ihr touristisches Angebot mit einem gesundheitsfördernden Ortscharakter aus. Für Lenggries ist dies die Basis, um diesen Charakter zu unterstreichen und die Infrastruktur über den Kurbeitrag langfristig zu finanzieren“, erklärt Zweiter Bürgermeister Franz Schöttl, der derzeit die Geschäfte im Rathaus führt. „Dabei profitiert nicht nur der Tourismus: Auch unsere Einheimischen schätzen das ganze Jahr über die gute Luft und die hiesige Lebensqualität.“