Stand: 03.10.2026, 17:00 Uhr
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Sattelzüge der Baustelle „Winninger Glück“ parken den Gehweg an der Taufkirchener Dorfstraße zu. Schulkinder weichen deshalb auf die stark befahrene Straße aus.
Taufkirchen – Ein Freitag im September, sechs Uhr morgens, der Betrieb der Baustelle „Winninger Glück“ an der Dorfstraße in Taufkirchen beginnt. Lkw um Lkw rollt an. Wegen der schmalen, morgens stark frequentierten Straße parken die Sattelzüge teilweise auf dem einseitig östlich verlaufenden Gehweg. Von Szenen wie dieser berichtet Corinna Sammek. Die Anwohnerin beobachtet das Geschehen jeden Morgen und schlägt Alarm. Für Fußgänger und vor allem für die Schulkinder, die zur Grundschule an der Dorfstraße laufen, ist wegen der Baumaschinen kein Durchkommen. Sie weichen laut Sammek auf die Straße aus.
Das Problem bestehe bereits seit Beginn der Baustelle, etwa einem halben Jahr. „An diesem Tag war es besonders schlimm“, sagt die Anwohnerin. „Sie parken rücksichtslos den kompletten Gehweg zu.“ Sammek hat nach eigenen Angaben bereits den Kontakt zu den Fahrern gesucht und zudem mit dem Bauleiter gesprochen. Bislang sei sie jedoch ausschließlich auf Unverständnis gestoßen.
Baustelle an der Dorfstraße – Lkw blockieren Schulweg
Nicht nur als Anwohnerin ist Sammek betroffen, auch eines ihrer Kinder besucht die Grundschule an der Dorfstraße. Noch dazu sind etwa Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen sowie Eltern mit Kinderwagen von der Misslage betroffen. Auf die Straße auszuweichen, sagt Sammek, ist wegen der Baustellenfahrzeuge und des sonstigen Verkehrsaufkommens eigentlich keine Option. Es müsse sich dringend etwas ändern.

Die Gemeinde Taufkirchen weiß um das Problem, Bauamtsleiter Stefan Beer ist sich der Misslage bewusst. „So kann es nicht weitergehen“, sagt er. „Die Sicherheit am Schulweg ist für uns von besonderer Wichtigkeit.“ Da die Baugrube gerade frisch ausgehoben ist und die Betonierarbeiten des Kellers anstehen, müssen Lkw regelmäßig große Ladungen transportieren. Dass die Laster aber den Gehweg und damit den Schulweg für einige Kinder blockieren, ließ die Gemeinde aufhorchen.
Der Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung sei bereits alarmiert. Mitarbeiter seien regelmäßig vor Ort und könnten bei Verstößen Bußgelder verhängen. Zudem, gibt Beer an, ist die Gemeinde im Austausch mit der Polizei und dem Investor, der Terrafinanz Wohnbau Vertriebs GmbH & Co. KG. „Wir müssen schnellstmöglich eine Lösung finden“, betont der Bauamtsleiter. Andernfalls drohen Verladungsverbote zu gewissen Zeiten, sodass die Sicherheit auf dem Schulweg gewährleistet werden kann. „Wenn sich nichts ändert, ist die letzte Option, dass wir die Straße sperren.“
Die Firma Terrafinanz ließ eine Merkur-Anfrage unbeantwortet.