Tennis
Markéta Vondroušová beruft vor CAS gegen vierjährige Dopingsperre
Die tschechische Tennisspielerin hatte im Dezember 2025 einen Dopingfahnder nicht in ihre Wohnung gelassen. Sie begründete dies unter anderem mit einer Angststörung
London – Die frühere Tennis-Wimbledonsiegerin (2023) Markéta Vondroušová will gegen die im Juni gegen sie verhängte vierjährige Sperre wegen eines verweigerten Dopingtests vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Berufung einlegen. Dies teilte der CAS am Dienstag mit. Die Tschechin hatte die Sperre bis 21. Juni 2030 erhalten. Die 27-Jährige hatte Anfang Dezember des Vorjahres einen Dopingfahnder offenkundig nicht in ihre Wohnung gelassen.
"Konnte nicht mehr"
Bei dem Vorfall habe Angst ihr Urteilsvermögen beeinträchtigt. Sie sei "nach monatelanger körperlicher und psychischer Belastung an einem Punkt angelangt, an dem sie nicht mehr konnte", erklärte Vondroušová im vergangenen April. Zudem habe sie das Auftauchen eines Kontrolleurs um 20.15 Uhr, der einen sofortigen Test verlangte, als schweren Eingriff in ihre Privatsphäre empfunden.
Vondroušová hat stets beteuert, niemals gedopt zu haben. Experten hätten bei ihr eine Angststörung und eine akute Stressreaktion festgestellt, argumentierte Vondroušová später.
Verweis auf Kvitová
Sie verwies auch auf die Messerattacke gegen ihre frühere Kollegin Petra Kvitová. Zu Weihnachten 2016 hatte ein Mann, der sich als Handwerker ausgegeben hatte, Kvitová in deren Wohnung angegriffen und verletzt.
Vondroušová ist ehemalige Nummer sechs der Welt und hatte schon seit ihrer Aufgabe im vergangenen Jänner in Adelaide nicht mehr gespielt. (APA, 25.8.2026)
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