Mega-Bauprojekt in Rohrbach: 22,5-Millionen-Projekt in Rohrbach: So wächst die Schule der Zukunft

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Mega-Bauprojekt in Rohrbach 22,5-Millionen-Projekt in Rohrbach: So wächst die Schule der Zukunft

Für 22,5 Millionen Euro entstehen an der Gemeinschaftsschule Rohrbach ein neuer Schulbau und eine Dreifeld-Sporthalle. Doch bis zur Übergabe im Sommer 2027 ist noch einiges zu tun.

13.08.2026 , 19:00 Uhr

Projektleiter Sascha Berndt (rechts) zeigt Jürgen Leroux, dem Leiter des Fachbereichs Immobilienmanagement, die Fortschritte auf der Baustelle.

Projektleiter Sascha Berndt (rechts) zeigt Jürgen Leroux, dem Leiter des Fachbereichs Immobilienmanagement, die Fortschritte auf der Baustelle.

Foto: Daniel Bonenberger

Zahlreiche Baupläne sind auf dem großen Tisch im Behelfsgebäude auf dem Gelände der Gemeinschaftsschule Rohrbach ausgebreitet. Wer einen Blick darauf wirft, merkt schnell – hier entsteht etwas Großes. 22,5 Millionen Euro nimmt der Saarpfalz-Kreis in die Hand, um auf dem Gelände einen Schulneubau sowie eine Dreifeld-Sporthalle zu errichten: „Es läuft alles nach Plan. Wir liegen gut in der Zeit“, berichtet Jürgen Leroux, Leiter der Abteilung Immobilienmanagement beim Saarpfalz-Kreis bei einer Besichtigung der Baustelle. Offizieller Spatenstich für das ambitionierte Projekt war im vergangenen Spätsommer, zum Schulstart im Sommer 2027 sollen Sporthalle und Neubau an die Schule übergeben werden.

5000 Quadratmeter Grundfläche haben die Neubauten

Dass hier geklotzt und nicht gekleckert wird, wird bereits durch die schiere Größe der Maßnahme deutlich. Rund 5000 Quadratmeter Grundfläche werden geschaffen. Die Sporthalle samt einem Zwischentrakt kommt auf gut 2000, der Schulneubau auf 2900 Quadratmeter Fläche. Im Neubau werden die Jahrgänge fünf bis sieben in drei „Clustern“ unterrichtet. Solche bestehen aus je drei Gruppenräumen, einem Team-, einem Differenzierungs-, einem Lagerraum und einem offenen Lernbereich. Auch neue Räume für den Musikunterricht, das Büro der Schulbuchausleihe, Toiletten, Technik-, Lager- und Mehrzweckraum sind hier untergebracht.

Es entsteht eine offene Lernlandschaft

„Wir planen hier eine offene Lernlandschaft, alle Flächen werden genutzt. Wir wollen weg vom klassischen Frontalunterricht“, beschreibt Projektleiter Sascha Berndt das Konzept, das so im Saarpfalz-Kreis bislang einzigartig ist. Pro Cluster werden je 100 Schüler untergebracht, der gesamte Neubau bietet daher Platz für rund 300 Schüler. Um das Gebäude herum wird ein sogenannter Laubengang verlaufen, der kurze Wege ermöglicht und gleichzeitig als Flucht- und Rettungsweg dient: „Die beiden Gebäude sind am Ende miteinander verbunden, alles wird barrierefrei zu erreichen sein“, erklärt Leroux.

 Mit einem großen Kran werden die einzelnen Holzelemente der Wände an Ort und Stelle gebracht.

Mit einem großen Kran werden die einzelnen Holzelemente der Wände an Ort und Stelle gebracht.

Foto: Daniel Bonenberger

Aktuell läuft der Holzbau auf Hochtouren, die Arbeiter auf der Baustelle stellen mithilfe eines Krans die Holzwände, eine Mischung aus Tannen- und Fichtenholz. Im Untergeschoss befinden sich die Technikräume samt Heizungs- und Lüftungsanlage. Diese sind bereits fertiggestellt.

Ab Herbst soll die Gebäudehülle geschlossen sein

Auch mit den Holzbauarbeiten gehe es zügig voran: „Bis Ende September werden die Arbeiten abgeschlossen, dann kommen Dachdecker und die Fensterbauer zum Zuge.“ Zu Beginn der kalten Jahreszeit ist die Gebäudehülle also voraussichtlich dicht. Im Winter folgen dann die Arbeiten an der Elektroinstallation und im Sanitärbereich. Auch die Bodenleger und Schlosser kommen dann zum Zuge. Alle Gebäude werden zudem mit einer Fußbodenheizung ausgestattet.

Halle soll bereits im Frühjahr fertig sein

Die Baustelle an der Sporthalle ist schon weiter fortgeschritten. Aktuell laufen die Arbeiten an der Decke. Acht Holzbalken mit einer Länge von 28 Metern bilden die Basis der Deckenkonstruktion: „Das war wahrlich eine Mammutaufgabe, die Balken mit einem Spezialtransport an Ort und Stelle zu bringen“, sagt Berndt. Als Nächstes wird die Decke gedämmt und anschließend Deckenplatten eingesetzt. Im Anschluss kommt ein Prallwandhersteller zum Zuge, außerdem wird ein elastisch-schwingbarer Sportboden verlegt: „Im Frühjahr wird die Halle dann soweit fertig sein“, sagt Leroux. Zunächst sei die Halle als Zweifeld-Sporthalle konzipiert worden. Da die Stadt St. Ingbert aber Bedarf für die ansässigen Vereine angemeldet hat, ist die Wahl auf eine Dreifeld-Sporthalle gefallen. Die Sportstätte, die durch Trennwände in drei separate Hallen unterteilt werden kann, misst insgesamt 45 auf 27 Meter und ist 7,20 Meter hoch.

Solaranlagen, Wärmepumpe und Dachbegrünung

 Die Arbeiten an der Dreifeld-Sporthalle sind weit fortgeschritten. Als Nächstes wird die Decke gedämmt und anschließend geschlossen.

Die Arbeiten an der Dreifeld-Sporthalle sind weit fortgeschritten. Als Nächstes wird die Decke gedämmt und anschließend geschlossen.

Foto: Daniel Bonenberger

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt bei dem Projekt eine große Rolle. Neben der Holzbauweise, die zu großen Teilen zum Tragen kommt, wird für die Energie- und Wärmeversorgung eine Wärmepumpe installiert. Auf allen Dächern werden zudem Solaranlagen verbaut: „Wir kommen dabei auf eine Fläche von knapp 700 Quadratmetern. Das entspricht in der Spitze einer Leistung von 99 Kilowatt“, betont Leroux. Zudem sollen die Dächer begrünt werden, um im Sommer der Hitze vorzubeugen und bei Starkregen die Wassermassen zu regulieren.

Beim Thema Regenwasser setzen die Planer zudem auf eine Zisterne, die auf dem Schulgelände vergraben wird: „Hier können wir 15 000 Liter Regenwasser speichern. Damit wird unter anderem die Toilettenspülung gespeist“, sagt der Projektplaner.

Die Bauherren sind mit dem Baufortschritt sehr zufrieden

Alles in allem läuft es also rund auf der Baustelle. Berndt und Leroux zeigen sich sichtlich zufrieden, dass die Arbeiten sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen liegen: „Das ist das größte Bauprojekt im Saarpfalz-Kreis aktuell. Ich bin froh, dass alles so reibungslos verläuft“, zeigt sich Berndt erleichtert. Für Leroux bleibt hingegen wenig Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, die nächsten Großprojekte stehen bereits an. Die Gemeinschaftsschule Mandelbachtal soll im kommenden Jahr ebenfalls einen Erweiterungsbau erhalten und am Von-der-Leyen-Gymnasium in Blieskastel ist eine Komplettsanierung in der Vorbereitung. Zwei weitere Millionenprojekte. (mbe)