Neue Umfrage sieht Union am Tiefpunkt – Mehrheit stellt die AfD-Brandmauer infrage

Stand: 16.09.2026, 18:59 Uhr

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Die Union fällt auf 18 Prozent, während 51 Prozent eine AfD-Zusammenarbeit offenhalten.

Eine Woche nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt rutscht die Union in der YouGov-Sonntagsfrage auf ein historisches Tief. CDU und CSU kommen nur noch auf 18 Prozent. Gleichzeitig bleibt die AfD mit 29 Prozent stärkste Kraft. Zugleich verschiebt sich die Haltung zur sogenannten Brandmauer deutlich, also zum grundsätzlichen Ausschluss einer Zusammenarbeit mit der AfD.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

Union verliert zwei Punkte, AfD bleibt vorn

Die aktuelle Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov wurde vom 11. bis 14. September durchgeführt. Für die Sonntagsfrage gaben 1.787 Wahlberechtigte eine Wahlabsicht an. Im Vergleich zur August-Umfrage verliert die Union zwei Prozentpunkte und fällt damit auf 18 Prozent – das ist der tiefste jemals von YouGov gemessene Wert. Die AfD legt um einen Punkt zu und kratzt an den 30 Prozent.

Neue Umfrage sieht Union am Tiefpunkt – Mehrheit stellt die AfD-Brandmauer infrage

Die Union fällt auf 18 Prozent, während 51 Prozent eine AfD-Zusammenarbeit offenhalten. © © IMAGO / Christian Ohde / Symbolbild

Die Grünen erreichen 16 Prozent und gewinnen einen Punkt hinzu. Die SPD steigt ebenfalls um einen Punkt auf 13 Prozent. Die Linke fällt um zwei Punkte auf 10 Prozent. Die FDP bleibt bei 5 Prozent, das BSW verbessert sich auf 4 Prozent. Sonstige Parteien kommen ebenfalls auf 5 Prozent.

Mehrheit will AfD-Zusammenarbeit nicht pauschal ausschließen

Im September sprechen sich 51 Prozent dagegen aus, eine Zusammenarbeit grundsätzlich auszuschließen. 40 Prozent wollen an einem kategorischen Ausschluss festhalten, 9 Prozent sind unentschieden.

Ende August war das Bild noch anders. Damals wollten 46 Prozent eine Zusammenarbeit grundsätzlich ausschließen, 44 Prozent waren dagegen. Innerhalb weniger Wochen hat sich das Verhältnis damit gedreht: Der Anteil der Gegner eines pauschalen Ausschlusses stieg um sieben Prozentpunkte, während die Zustimmung dazu um sechs Punkte sank.

CDU/CSU-Anhänger weichen von SPD und Grünen ab

55 Prozent der Unionswähler wollen eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht grundsätzlich ausschließen, 38 Prozent sprechen sich für einen Ausschluss aus. Bei SPD, Grünen und Linken ist das Bild umgekehrt: Dort befürworten jeweils klare Mehrheiten die Abgrenzung. Unter AfD-Wählern lehnen 94 Prozent einen grundsätzlichen Ausschluss ab.

An der grundsätzlichen Einschätzung der AfD hat sich dagegen wenig verändert. 59 Prozent der Befragten halten die Partei für rechtsextrem, 30 Prozent sehen das nicht so. 11 Prozent sind unentschieden. Im Mai 2025 lagen die Werte mit 61, 29 und 10 Prozent nahezu gleich.

Mehrheit hält AfD weiterhin für rechtsextrem

97 Prozent der Grünen-Wähler, 89 Prozent der SPD-Anhänger und 82 Prozent der Linken-Wähler halten die AfD für rechtsextrem. Unter Unionswählern sind es 69 Prozent. Bei AfD-Wählern sagen dagegen 88 Prozent, die Partei sei nicht rechtsextrem.

Über die Umfrage

Für die Gesamtbefragung wurden 2.161 Wahlberechtigte online befragt. Für die Sonntagsfrage nennt das Institut eine Fehlertoleranz von plus/minus 2,32 Prozentpunkten.

YouGov ist ein internationales Unternehmen für Marktforschung und Datenanalyse mit Sitz in Großbritannien. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 hat es sich zu einem der führenden Anbieter in der Markt- und Meinungsforschung entwickelt. Quellen: YouGov, nif/red.