US-Krieg gegen Iran kostet bereits 38 Milliarden Dollar: Kongressbericht warnt vor steigender Inflation

Stand: 16.09.2026, 18:58 Uhr

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Der militärische Konflikt der USA gegen den Iran hat nach Berechnungen des Haushaltsamtes des US-Kongresses in den ersten fünf Monaten direkte Kosten von über 38 Milliarden US-Dollar verursacht. Experten warnen vor massiven Nachwirkungen für die Wirtschaft.

WASHINGTON - Wie aus einem veröffentlichten Bericht des Haushaltsamtes hervorgeht, wird der Konflikt monatlich weitere zwei bis drei Milliarden US-Dollar verschlingen, abhängig von der Intensität der Kampfhandlungen. Berichten von The Hindu und The Japan Times zufolge führt die anhaltende Belastung der Energiemärkte und globaler Schifffahrtswege voraussichtlich zu einem Inflationsschub von etwa einem halben Prozentpunkt, der sich besonders im ersten Quartal 2027 bemerkbar machen dürfte.

US-Präsident Donald Trump nimmt ausländische Roboter ins Visier.

US-Präsident Donald Trump. © picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte | Manuel Balce Ceneta

Die ermittelte Summe umfasst direkte Ausgaben des Verteidigungsministeriums, darunter die Wiederauffüllung von Munitionsbeständen, den Ersatz zerstörten Geräts sowie erhöhte Treibstoffkosten. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte bereits im Juli ähnliche Summen bestätigt.

Langfristige Belastungen und globale Folgen

In der offiziellen Bilanz noch nicht enthalten sind langfristige Kosten für die Versorgung von Soldaten oder die medizinische Betreuung von Veteranen, die den Bundeshaushalt in den kommenden Jahren zusätzlich belasten werden. Haupttreiber für die wirtschaftlichen Nachwirkungen sind Störungen in wichtigen Seehandelsadern wie der Straße von Hormus und dem Roten Meer, die den Transport von Öl und Gas drosseln.

Die militärische Kampagne, die von Präsident Donald Trump initiiert wurde, dauert damit unvermindert an. Angesichts der anhaltend hohen operativen Kosten bleibt abzuwarten, wie der Kongress auf die steigenden finanziellen Prognosen reagieren wird. (Redaktion)