Stand: 04.09.2026, 08:30 Uhr
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Im Herbst 2027 eröffnet im Süden der Stadt ein zweiter Wertstoffhof. Drei Abfallarten dürfen dort aber nicht abgegeben werden.
Hamm – Im Herbst des kommenden Jahres soll der neue Wertstoffhof in Hamm-Süden fertig sein. Mit einem 1. Spatenstich gingen die Bauarbeiten am Dienstag offiziell los. Wir erläutern, was die Anlage auszeichnet und was man dort künftig abgeben kann.

Wozu ein neuer Wertstoffhof?
Der zentrale Wertstoffhof befindet sich seit Jahrzehnten am Bockumer Lausbach, im Nordwesten der Stadt. Aus den südöstlichen Stadtteilen ist der Weg weit; die Forderung nach einer zweiten Anlage gibt es deshalb seit Jahren. 2018 gab der Rat eine Standortsuche in Auftrag.
Wo soll er hin?
In die südwestliche Ecke des Ökonomierat-Peitzmeier-Platzes. Auf dem Platz an den Zentralhallen befindet sich bereits eine provisorische Annahmestelle für Grünabfälle und Altpapier. Ein zunächst favorisierter Standort im nahen Gewerbegebiet „Im Ried“ scheiterte an Anwohnerprotesten; andere Standorte waren im Auswahlverfahren durchgefallen.
Wann soll es soweit sein?
Die Bauarbeiten haben jüngst begonnen; die Inbetriebnahme ist für Herbst 2027 vorgesehen.
Was wird gebaut?
Auf dem 5800 Quadratmeter großen Gelände entsteht ein Betriebsgebäude mit begrüntem Flachdach. Auf das Hallendach der Grünabfallabnahme kommt eine Photovoltaikanlage. Durch den Einsatz von elektrischen Geräten und Fahrzeugen soll der Wertstoffhof emissionsfrei betrieben werden. Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb (ASH), eine Tochter der Stadt, investiert 4,5 Millionen Euro in die Anlage.
Was kann man abgeben?
Interessant ist erst mal, was man nicht abgeben kann: Hausmüll, Bioabfälle und Schadstoffe scheiden aus, sie müssen weiterhin zum Lausbach gebracht werden. Für Haus- und Biomüll ist der Abstand zur Wohnbebauung zu gering, heißt es bei der Stadt. Hier wäre mit Geruchsbelästigung zu rechnen. Vermutlich hätte die Nachbarschaft dann auch solchen Widerstand wie „Im Ried“ geleistet. Und für Schadstoffe wären die Sicherheitsauflagen zu hoch gewesen.
Mit folgenden Stoffen ist man am Peitzmeier-Platz künftig aber richtig: Altholz, Altpapier, Bauschutt, Boden, Elektrogeräte, Garten- und Grünabfälle, Sperrmüll und Wertstoffe.