Stand: 06.10.2026, 21:00 Uhr
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Eine rote Bank gegen Gewalt an Frauen soll in Olching aufgestellt werden. Zumindest wenn es nach den Stadträten geht, die dafür einen Antrag gestellt haben. Doch im Ausschuss sorgte das Thema für Unstimmung.
Olching – Rote Bänke sollen im Landkreis ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. In mehreren Kommunen sind sie bereits geplant. Olching ist bislang nicht dabei. Im Hauptausschuss wollte Julia Worch (SPD) deshalb wissen, wie der aktuelle Stand dazu ist.
Rote Bank für Olching: Mehrere Stadträte stellen Antrag
Vor mehreren Monaten hatten Ingrid Jaschke (parteifrei), Referentin für Migration, Integration und Gleichstellung, Ulrike Girtner (ÖDP), Julia Worch (SPD) und Stefan Eibl (Für Olching) beantragt, eine rote Bank in Olching aufzustellen.
Die Initiative „Frauen helfen Frauen Fürstenfeldbruck“ stellt die Sitzgelegenheit mit der Aufschrift „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen“ kostenlos zur Verfügung. Die Stadt müsste sie lediglich in der Caritas-Werkstatt in Fürstenfeldbruck abholen und aufstellen. Besagte Bank setze ein deutliches Zeichen: „Gewalt gegen Frauen hat in unserer Gesellschaft und somit auch in unserer Stadt keinen Raum“, heißt es in dem Antrag, der unserer Redaktion vorliegt.
Als mögliche Standorte nennen die Stadträte in dem Schreiben das Rathaus, Schwaigfeld/Schwaiganger, den Nöscherplatz oder das KOM. Die Aufstellung solle möglichst rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November erfolgen.
Im Hauptausschuss hakte Worch nun nach, weil das Thema nicht auf der Tagesordnung des Bildungs- und Sozialausschusses stand. Bürgermeister Maximilian Gigl (CSU) verwies darauf, dass es im Oktober regulär im Stadt- und Entwicklungsausschuss behandelt werden solle.
Rote Bank: Thema soll im Oktober im Ausschuss behandelt werden
„Aber das ist doch keine normale Bank“, entgegnete Worch. „Das ist doch ein sozialpolitisches Thema.“ Sie halte deshalb den Bildungs- und Sozialausschuss für zuständig. Außerdem finde sie es „beschämend“, dass neun andere Kommunen im Landkreis bereits solche Bänke aufstellen – und man sich in Olching noch nicht einigen konnte.
Auch Ingrid Jaschke (parteifrei) meldete sich nun zu Wort. „Bitte jetzt keine Diskussionen zum Thema rote Bank“, wollte der Rathauschef sie von vornherein ausbremsen. In den vergangenen Monaten habe es sich ja im Gremium eingebürgert, über jedes Thema zu diskutieren, merkte er spitz an. Für ihn bleibe das Ganze eine Angelegenheit für den Stadt- und Entwicklungsausschuss. Außerdem – so Gigls Anweisung – solle Jaschke ihre Anfrage als Frage formulieren.
„Ich halte mich an Ihre abstruse Regel“, reagierte diese etwas verschnupft. „Aber insgesamt klingt das alles sehr bemüht, was sie von sich geben.“ Gigl verwies sie auf die Möglichkeit, einen Dringlichkeitsantrag zu stellen. Worch gab sich mit den Infos fürs Erste zufrieden.