Stand: 19.08.2026, 07:05 Uhr
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Ein verborgener Autofriedhof liegt in einem niedersächsischen Moor. Dort verfallen insgesamt 37 Oldtimer durch Rost.
Inmitten von Mooren, Mischwäldern und Moos, irgendwo in der Region zwischen dem Landkreis Nienburg/Weser und Bremen, ist einer der geheimnisvollsten Autofriedhöfe Deutschlands gelegen. An diesem Ort verkommen seit Jahrzehnten mehr als drei Dutzend Oldtimer, exakt 37 an der Zahl, und stellen ein sonderbares Monument der Automobilgeschichte dar.
Verborgener Autofriedhof in Niedersachsen: 37 Oldtimer verfallen in der Natur
In dem niedersächsischen Moorgebiet nahe der Ortschaft Uchte verfallen die Oldtimer bereits seit geraumer Zeit. Während der 1950er- und 1960er-Jahre gaben die Eigentümer Modelle wie den Ford Taunus, VW Käfer oder Opel Rekord simpel in der menschenleeren Natur auf, wie die NOZ berichtete. In jener Epoche, in der Umweltschutz noch keine wesentliche Rolle spielte, galt es als übliches Vorgehen, ausgemusterte Fahrzeuge preiswert im Moor oder Wald abzustellen, anstelle sie ordnungsgemäß zu verschrotten. Gegenwärtig zeigen sich die Karosserien von Rost zerfressen, von Moos und Pilzen überwuchert sowie streckenweise tief in den Boden eingesunken.
Momentan sind 37 Fahrzeuge in diesem Waldstück sowie den anliegenden Mooren erfasst. Fortlaufend lassen sich neue Wracks ausmachen und katalogisieren. Bei der Hälfte der Fahrzeuge handelte es sich um Opel, doch ebenso ein Ford Taunus, etliche VW Käfer und NSU Prinz zählen dazu. Noch fahrende Oldtimer sind währenddessen auf einem der größten Oldtimer-Märkte Europas mit tausenden Fahrzeugen zu sehen.
Oldtimer-Friedhof in Niedersachsen: Ein Auto in der umfangreichsten Oldtimer-Sammlung Europas vorhanden
Lediglich Edelstahl-Zierleisten sind von einem Fiat Neckar vorrangig zurückgeblieben. Das geschichtsträchtigste Modell stellt ein Opel-Olympia-Lieferwagen dar, welcher das Lebensalter eines Pensionärs aufweist, wie es seitens der Zeit verlautete. Ein Automobil gehörte zudem der umfangreichsten Oldtimer-Sammlung Europas an, welche in Niedersachsen zu finden ist.
Wie es mit dem Autofriedhof weitergeht, ist unklar. Zwei passionierte Männer, Ulrich Haufe und Clemens Kröner, machten es sich zur Pflicht, die Historie dieser Blechleichen aufzuzeichnen. Sie fertigten Fotos an, stellten Videos bereit und riefen eine Ausstellung ins Leben. Ihr Bestreben liegt darin, die Historien der Autos sowie deren einstige Besitzer zu sichern, ehe die Natur alles vollständig vereinnahmt hat. Ihre Fotoausstellung fand gleichfalls im PS.Speicher in Einbeck statt.